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Nick Heidfeld

Wilde Diskussionen im Boxenfunk

Nick Heidfeld Foto: dpa 55 Bilder

Mit Rang zwei hat Nick Heidfeld für eine der positiven Überraschungen des Malaysia GPs gesorgt. Über die gewinnbringende Ein-Stopp-Strategie waren sich Fahrer und Team aber lange nicht einig.

05.04.2009 Tobias Grüner

Die Freude und Erleichterung im BMW-Lager war groß. Nach dem Motorschaden bei Robert Kubica konnte Nick Heidfeld mit einem Husarenritt die blau-weißen Farben in Sepang hochhalten. Mit dem Wort "Volltreffer" begrüßte Teamchef Mario Theissen seinen erfolgreichen Schützling hinter der Box.

Was am Ende verantwortlich für den zweiten Platz war, konnte man selbst nicht sagen. Erfahrung, ein gutes Händchen, eine fehlerfreie Fahrt und natürlich auch etwas Glück - von allem etwas. "Wir haben einfach immer die richtigen Entscheidungen getroffen", sagte der zufriedene Pilot. Dabei legte BMW-Sauber schon nach dem Qualifying den Grundstein zum Erfolg.

Pech im Quali - Glück im Rennen

Heidfeld ging vollgetankt ins Rennen und konnte dadurch beim ersten Stopp direkt auf Regenreifen wechseln. Dabei unterlief der BMW-Mannschaft der einzige Fehler des Tages. Wie Timo Glock zeigte, wären die Intermediates hier die richtige Wahl gewesen. Doch Heidfeld machte den Missgriff wieder wett indem er die Regenreifen so gut wie möglich schonte. "Ich wusste, dass es irgendwann noch stärker regnen würde", erklärte der Pilot anschließend.

Die schnellen Runden von Timo Glock, der zwischenzeitlich acht Sekunden schneller war als der Rest, sorgten auch bei BMW-Sauber für Unruhe. "Da mussten wir unseren Piloten davon überzeugen, dass es besser ist, draußen zu bleiben." Heidfeld erklärt seine Sicht: "Ich hatte zwei, dreimal nach Intermediates gefragt, aber die Box wollte, dass ich draußen bleibe."

Heideld trifft goldrichtige Entscheidung

In der 30. Runde ging es dann nicht mehr. "Meine Hinterreifen waren Slicks." Die Strategen riefen Heidfeld endlich zum ersehnten Service. Doch dann wollte der Pilot plötzlich nicht mehr: "Auf der Gegengerade habe ich gemerkt, dass der Regen immer stärker wurde. 300 Meter vor der Boxeneinfahrt habe ich die Entscheidung getroffen, draußen zu bleiben."

In der Hoffnung auf einen Wolkenbruch und das Safety-Car eierte der BMW-Pilot weiter auf der Strecke herum. Timo Glock wechselte seinerseits auf Regenreifen und Heidfeld übernahm Platz zwei. Beinahe wäre auch der erste Sieg in Reichweite: "Die Box hat mir ins Cockpit gefunkt, dass ich auf P1 stehe als auch Button auf Regenreifen wechselte. Da war ich auf der Gegengeraden. Bei normalen Bedingungen wäre ich auch an ihm vorbeigekommen, aber bei dem Regen bog er 200 Meter vor mir wieder auf die Strecke ab.

Dann kam auch schon die Nachricht, dass das Safety-Car auf die Strecke ging. "Der Rennabbruch war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Für mich sowieso", sagte Heidfeld. Teamchef Theissen: "In Melbourne haben wir einen sicheren Podiumsplatz unglücklich verloren. Und hier haben wir einen Podiumsplatz etwas glücklich gewonnen. Obwohl dabei natürlich auch eine fehlerlose Leistung des Teams und des Fahrers notwendig waren."

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