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Nick Heidfelds Wechsel zu Sauber

Chance oder Risiko für Heidfeld?

Nick Heidfeld Foto: xpb 14 Bilder

Hat Nick Heidfeld eine gute Entscheidung getroffen, in den letzten Rennen bei Sauber um die Fortsetzung seiner Karriere zu kämpfen? Es war zumindest die bestmögliche. Nick Heidfeld kann alles gewinnen oder alles verlieren. Er wird jetzt an Kamui Kobayashi gemessen.

16.09.2010 Michael Schmidt

Nick Heidfeld wird in Singapur seinen 168. Grand Prix fahren. Er kehrt in das Team zurück, für das er die meiste Zeit seiner langen Karriere gefahren ist. Von 2001 bis 2003 unter dem Namen Sauber, von 2006 bis 2009 unter der Flagge von BMW.

Sauber hoffte auf frischen Wind

Im Winter verlor Nick Heidfeld nach zehn Jahren Zugehörigkeit zum GP-Zirkus seinen Platz in der Formel 1. Er hatte sehr gute Chancen bei McLaren unterzukommen, doch Jenson Button funkte ihm dazwischen. Nick Heidfeld hatte gute Chancen bei Mercedes GP zu landen, doch der Traum eines Mercedes-Werksfahrers zerplatzte an Michael Schumachers Comeback. Er stand auf der Liste bei Renault, doch als Nick Heidfeld die anderen beiden Optionen zerplatzten, da war es schon ein bisschen spät für den Sitz neben Robert Kubica. Und es gab Gerüchte, dass Kubica nicht scharf darauf war, Nick Heidfeld als Teamkollege zu bekommen.

Es gab auch noch die Alternative Sauber. Nick Heidfeld stand auf der Liste der Kandidaten, aber Peter Sauber wählte Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi. Weil er einen Neuanfang einleiten und die alten Zöpfe abschneiden wollte. Mit Nick Heidfeld wäre der alte Trott weitergegangen. Sauber hoffte auf frischen Wind in seiner Truppe. 14 Grand Prix später greift er nun doch wieder auf seinen alten Fahrer zurück. Insgeheim träumt Sauber davon, Force India und Williams in der WM-Wertung noch abzufangen. Jeder Platz besser als Rang acht im Konstrukteurspokal bedeutet fünf Millionen Dollar mehr aus Bernie Ecclestones Kasse.

Heidfeld muss Kobayashi schlagen

Kobayashi hat 21 der insgesamt 27 Punkte für Sauber beigetragen. Der Japaner stellte sich damit den Garantieschein zur Weiterbeschäftigung aus. Pedro de la Rosa stand schon vor dem GP England auf der Kippe. Bereits da gab es Kontakte von Hinwil zu Nick Heidfeld als möglichen Ersatz. Der Tausch wurde verschoben, weil de la Rosa ab dem GP Europa einige gute Rennen fuhr. Seine Fehler in Spa, die mindestens einen WM-Punkt gekostet haben und das "diskrete Rennen" in Monza, wie sich Peter Sauber ausdrückte, besiegelten das Schicksal des Spaniers. Nicht einmal das ausgeglichene Trainingsduell (7:7) rettete den Oldie aus Barcelona. Sauber will in den letzten fünf Rennen groß punkten, und dazu braucht er seiner Meinung nach Nick Heidfeld im zweiten Auto.

Für Nick Heidfeld ist die Rückkehr zu Sauber ein zweischneidiges Schwert. Er muss sich für 2011 ins Schaufenster stellen. Theoretisch gibt es bei Renault, Force India und Sauber noch Plätze für nächstes Jahr. Der 167-fache GP-Teilnehmer kann jetzt beweisen, dass er zu Unrecht die ersten 14 Rennen nur zugeschaut hat. Dazu muss er Kobayashi schlagen. Das ist nicht einfach. Erstens kennt der Japaner das Auto. Zweitens hat er seinen überraschenden Einstand letztes Jahr bei Toyota mehrmals bereits eindrucksvoll bestätigt. Kobayashi ist wahrscheinlich der beste Japaner, den die Formel 1 je gesehen hat. Seine Stärke liegt wie bei Nick Heidfeld im Rennen. Der 24-Jährige aus Amagasaki ist neben Schumacher der Mann der ersten Runde. Keiner gewinnt soviele Positionen wie die beiden. Und Kobayashi ist auch sonst äußerst zweikampfstark.  Saubers neuer Hoffnungsträger hat im letzten Jahr Jarno Trulli im Toyota versägt. Und er hat de la Rosa in die Rente geschickt.

Heidfeld darf nicht verlieren

Man kann also gegen diesen Mann verlieren. Aber man darf nicht, wenn man für 2011 ein Cockpit sucht. Nick Heidfeld hatte noch nie Probleme mit seinem Selbstvertrauen. "In einem guten Auto kann ich jeden schlagen", ist seine Standardantwort, wenn er darauf angesprochen wird, dass er in 167 Rennen noch keinen Grand Prix gewonnen hat. Wenn er Kobayashi schlägt, dann ist das ein Wort. Und eine gute Grundlage für einen Vertrag für kommende Saison. Es liegt also an Nick Heidfeld sich zu empfehlen. Seine Pirelli-Erfahrung kann helfen, wird aber nicht  ausschlaggebend sein. WM-Punkte sind besser als Reifendaten im Hinterkopf.

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