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Nico Hülkenberg

"Ein Killer für die Hinterreifen"

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Singapur - 21. September 2012 Foto: xpb 67 Bilder

Nico Hülkenberg ärgert sich. Das ganze Wochenende hatte er Paul di Resta im Griff, doch im entscheidenden Moment musste er sich hinter dem Schotten anstellen. Kleinigkeiten genügen, um einen Fahrer aus seinem Rhythmus zu bringen. Jetzt hofft er auf das Rennen. Der Schlüssel wird das Reifenmanagement sein.

23.09.2012 Michael Schmidt

Es ist halb zwölf Uhr abends und Nico Hülkenberg hält Hof. Die Medien wollen wissen, warum er in der Startaufstellung hinter Teamkollege Paul di Resta steht. Hülkenberg hatte den Schotten das ganze Training lang beherrscht. Nur in der zweiten K.O.-Runde der Qualifikation nicht. Di Resta kam weiter, Hülkenberg blieb hängen. Dem Rheinländer fehlten 0,032 Sekunden zum Aufstieg ins Top Ten-Finale. Es blieb nur der undankbare elfte Rang.

Hülkenberg verliert seinen Rhythmus

Man konnte Hülkenberg die Enttäuschung auch noch eineinhalb Stunden nach Ende der Qualifikation anmerken. "Es ist frustrierend. Dabei hat alles so gut angefangen. Ich bin mit den harten Reifen durchs Q1 gekommen. Dann ging der Rhythmus flöten." Es sind Kleinigkeiten, die einen Fahrer aus dem Gleichgewicht bringen können.

Die Ingenieure schicken Hülkenberg als letzten zum ersten Versuch im Q2 auf die Strecke. "Vor mir sind Maldonado und Vettel. Beide versuchen Platz zu schaffen, deshalb konnte ich meine Aufwärmrunde nicht so fahren, wie ich es wollte. Schon als ich in die erste Kurve eingelenkt habe, spürte ich, dass der Grip fehlt."

Force India passt gut zu Singapur

Damit blieb Hülkenberg nur noch ein Versuch. "Da fehlte mir aber die Referenz vom ersten. Und dann war die Runde nicht optimal. Ich habe auch noch zwei kleine Fehler in die Runde eingebaut. Diese Drucksituation haben wir uns selbst eingebrockt, und ich habe am Ende dafür bezahlt."

Das Ärgerliche daran ist, dass Force India in Singapur das viertschnellste Auto im Feld stellt. Das Auto mag langsame Kurven. Schon in Monte Carlo, Valencia und Monza waren die Force India gut in Form. "Ich war mit meinem Auto zufrieden. Aber ehe man sich versieht, fehlen dir drei Hundertstel und du bist raus."

Drahtseilakt für die Hinterreifen

Noch ist nichts verloren. Nico Hülkenberg kann als Elfter die Reifen frei wählen. Er hat noch einen frischen Satz superweiche Reifen und zwei der härteren Mischung in der Hinterhand. Hülkenberg zweifelt, ob das der ganz große Joker sein wird.

"Vor mir fahren zwei Mercedes mit der gleichen Taktik los. Da kann ich den Trumpf nicht mehr optimal einsetzen. Es wird ein Reifenrennen werden. Die Strecke ist ein Killer für die Hinterreifen. Du musst im richtigen Moment Druck machen und auch im richtigen Moment die Reifen streicheln. Das ist der Schlüssel. Mit zwei Stopps durchzukommen könnte schwierig werden."

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