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Nico Hülkenbergs Wechsel zu Sauber

"Es war keine einfache Entscheidung"

GP Abu Dhabi 2012 Nico Hülkenberg Foto: xpb.cc 59 Bilder

Nico Hülkenberg verlässt zum Ende der Saison das Team, das ihm zum Formel 1-Comeback verholfen hat. Von Force India wechselt er zu Sauber. Eine heikle Konstellation, denn ausgerechnet gegen Sauber kämpft er in der Konstrukteurs-WM.

01.11.2012 Bianca Leppert

Manchmal führen im Leben Umwege zum Ziel. Oder, um bei den Sprichwörtern zu bleiben: Alle Wege führen nach Rom. Ob es Nico Hülkenberg tatsächlich irgendwann nach Italien ziehen wird, bleibt offen. Lose Gespräche habe es mit der Scuderia Ferrari jedenfalls gegeben. Sein neues Glück sucht der Deutsche nun aber in der Schweiz bei Sauber – mit Ferrari-Motor an Bord. Dafür gab er seinem Team Force India einen Korb, das ihm 2012 zum Comeback in der Formel 1 verholfen hatte, nachdem er Ende der Saison 2010 von Williams vor die Tür gesetzt wurde.

Force India und Sauber Konkurrenten im WM-Kampf

"Es war keine einfache Entscheidung", sagt Hülkenberg. "Es gab keinen Auslöser, sondern einfach die Variante A oder B. Sie hatten dieses Jahr ein gutes Auto und hoffentlich nächstes Jahr auch. Es ist nicht der riesige Schritt zu einem Top-Team, aber das Sauber-Team hat eine Riesenentwicklung gemacht und mit vier Podiumsplätze und mit den Möglichkeiten am Sieg zu kratzen,  gezeigt, dass es einiges erreichen kann."

Dass es keine leichte Entscheidung war, kann man gut nachvollziehen. Schließlich spielen beide Teams in der gleichen Liga und rangeln derzeit um den sechsten Platz in der Konstrukteurs-WM – auch wenn Sauber aufgrund der Highlights auf den ersten Blick besser dasteht. Bei Force India war es eher die Konstanz, die sich bezahlt machte. "Hülk" konnte in den letzten drei Rennen punkten.

Hülkenberg dankbar für Chance

"Ich sehe keinen Grund, warum es nicht so weitergehen sollte wie bisher", meint der Rheinländer. „Wir können drei gute Rennen haben, denn alle Strecken sollten uns liegen.“ Vor allem in der zweiten Saisonhälfte fand das Team in einen Rhythmus. Nach dem GP Ungarn heimste die Mannschaft von Vijay Mallya in jedem Rennen Punkte ein. Die Erklärung: Man versteht das Auto nun immer besser.

Wer nun denkt, Hülkenberg stecke dieses Jahr zugunsten von Sauber zurück, ist auf dem Holzweg. Das erlaubt schon alleine seine Rennfahrerehre nicht. "Meine Einstellung hat sich im Vergleich zu vorher nicht geändert", sagt der 25-Jährige. "Ich stehe voll zu Sahara Force India. Sie waren es, die mir eine Chance gegeben haben, in die Formel 1 zurückzukommen. Das will ich auch wieder zurückgeben."

Werner Heinz hilft bei Verhandlungen

Den Vertrag mit Sauber schloss der Youngster "vor kurzem" – so genau will er es nicht preisgeben. Seine Unterschrift setze er jedenfalls nicht in Hinwil auf das Papier, denn die Fabrik von Sauber hat er noch nie zu Gesicht bekommen. Bei den Vertragsverhandlungen war ihm nicht nur sein Manager Timo Gans behilflich, sondern Hülkenberg vertraute auch auf den Rat von Manager Werner Heinz, der bereits Nick Heidfeld betreute.

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