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Nico Hülkenberg exklusiv

"Die Motoren haben schon Dampf"

Nico Hülkenberg - Bahrain-Test 2014 Foto: xpb 10 Bilder

Nico Hülkenberg kann mit der Testsaison zufrieden sein. Er hat mit Force India-Mercedes auf das richtige Pferd gesetzt. Im Gespräch mit auto motor und sport gibt er seine Eindrücke vom aktuellen Stand der Formel 1, vom Fahrgefühl und von den neuen Motoren wieder.

04.03.2014 Michael Schmidt
Ihr Fazit nach der Testsaison?

Hülkenberg: Nicht schlecht. Wir haben uns enorm verbessert. Jerez war ein schwieriger Anfang. Ich bin nicht viel gefahren und konnte da noch nicht so richtig einen Eindruck von der Geschichte bekommen. Der Bahrain-Test verlief gut für mich. Wir sind so gut vorbereitet, wie wir sein können. Ich glaube jeder hatte so seine Problemchen. Wir konnten viel fahren, damit viel abarbeiten, aber keiner ist vor technischen Problemen oder sonstigen Überraschungen sicher. Wir sehen im Moment nicht so schlecht aus.

Wer den Mercedes-Motor im Heck hat, scheint das große Los gezogen zu haben?

Hülkenberg: Das ist im Augenblick so, aber so eine Formel 1-Saison ist ja lang, wie wir alle wissen. Warten wir mal ab. Es läuft nicht schlecht im Moment.

Wo stehen Sie im Vergleich zu den anderen?

Hülkenberg: Mercedes und Williams sehen sehr stark aus. Sie stechen heraus. McLaren ist auch schnell. Ferrari hat am letzten Tag eine starke Rundenzeit geschafft. Ricciardo ist im Red Bull mal eine 1.35er Zeit gefahren. Da steckt auch Performance drin. Ich gehe davon aus, dass Red Bull die Probleme früher oder später zur Seite räumen kann. Dann tauchen die auch vorne wieder auf. Es gibt genug Kandidaten. Aber im Moment sind die Mercedes-Teams ein bisschen vorne.

Wie viel fehlt Force India auf Mercedes und Williams?

Hülkenberg: Schwer zu sagen. Ich hatte nie einen guten Versuch mit wenig Benzin. In Bahrain kam es auch auf die Tageszeit an. Um fünf Uhr abends ist die Strecke noch mal deutlich schneller. Aber ob ich unter optimalen Bedingungen eine tiefe 1.33er Runde schaffen würde, weiß ich nicht. Da müsste ich mich schon extrem dafür strecken.

Hat es Sie überrascht, dass man nur eine knappe Sekunde langsamer ist als die letztjährige Pole Position?

Hülkenberg: Nach Jerez hat mich das überrascht.

Fühlt sich das Fahren jetzt geil an?

Hülkenberg: Nicht geiler als gedacht, aber auch nicht so schlimm wie befürchtet und prophezeit. Es ist trotzdem noch nicht ganz der Kick und die Wahrnehmung wie letztes Jahr. Vor allem bei den Dauerläufen. Wenn da die Hinterreifen aufgeben, dann ist es einfach nur noch ein Rumgekrieche und extrem zäh.

Ist der Reifen immer noch so kritisch, oder ist es eher der Spritverbrauch?

Hülkenberg: Man muss beides jetzt auf dem Radar haben. Bei den Rennen auf Strecken mit hohem Spritverbrauch, wird das eine enge Kiste. Aber bei heißen Temperaturen ist der Hinterreifen der Schwachpunkt, und man muss extrem viel Reifenmanagement betreiben.

Wenn der Reifen nachlässt, müssen Sie noch mehr Spritsparen?

Hülkenberg: Es ist nicht so extrem. Wir haben da viel probiert und getestet. Lift and coast, und solche Sachen.

Macht das die Rennen spannender?

Hülkenberg: Das kann schon richtig viel Drehung reinbringen. Für Teams und Fahrer gibt es auf jeden Fall viel zu tun und viel zu beachten.

Wie ist es, mit 330 km/h am Ende der Zielgeraden auf die erste Kurve zuzufliegen?

Hülkenberg: Wir haben nur 315 km/h geschafft. Bei uns hat das DRS nicht funktioniert. Deshalb hat es sich für mich nicht schneller angefühlt.

Wie fühlt sich ein V6-Turbo an?

Hülkenberg: Du merkst schon, dass die Motoren Dampf haben. Wenn die MGU-K richtig funktioniert, dann drückt es schon. Ausgangs der langsamen Kurven weißt du gar nicht wohin mit der ganzen Kraft. Wenn wir jetzt noch den angeblasenen Diffusor hätten, dann würde richtig was vorwärtsgehen. Aber so fehlt halt der Abtrieb für die viele Power.

Wissen Sie, was sich da im Heck abspielt?

Hülkenberg: Das ist zweitrangig. Wichtig ist, was ich spüre, und dass es von der Fahrbarkeit her gut ist. Und da bin ich zufrieden.

Was kommt sonst noch?

Hülkenberg: Unser Auto wird noch etwas Gewicht verlieren. Aerodynamisch kommen noch ein paar Kleinigkeiten. Nichts Weltbewegendes, aber die Entwicklung geht ja immer weiter.

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