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Nico Hülkenberg exklusiv

"Mit einem Bein in der Mauer"

Nico Hülkenberg - GP Monaco 2014 Foto: xpb 55 Bilder

Nico Hülkenbergs Fahrt auf den fünften Platz beim GP Monaco war eine Verteidigungsschlacht. Der neue WM-Fünfte erzählt im Gespräch mit auto motor und sport von seinem Kampf in den letzten Runden, die Probleme des Autos in Monte Carlo und seine Strategie, mit den harten Reifen zu starten.

26.05.2014 Michael Schmidt
Hätten Sie vom elften Startplatz mit Rang 5 gerechnet?

Hülkenberg: Mit dem fünften Platz mit Sicherheit nicht. Bestes Szenario war irgendwie Achter oder so. Wir haben heute wieder eine Gelegenheit optimal genutzt, weil andere abgeflogen sind oder technische Probleme hatten. Sonst wäre ich nicht so weit vorne gelandet. Vom Speed her sind wir nicht Fünfter. Wir hätten eigentlich auch hinter den McLaren landen müssen, haben da aber einen guten Job gemacht, vor ihnen ins Ziel zu kommen.

Sie fuhren zum Schluss mit Blick nach hinten. Wie war das?

Hülkenberg: Die letzten 15 Runden waren brutal. Die Hinterreifen haben extrem abgebaut, und ich konnte tun, was ich wollte, sie kamen auch nicht mehr zurück. Die letzten fünf Runden waren der Ritt auf der Rasierklinge. Ich stand mit einem Bein in der Mauer. Umso größer ist die Erleichterung, dass ich alle hinter mir gehalten habe.

Und wie ging das?

Hülkenberg: Sauber durchfahren. Die Traktion war trotz der abgenutzten Hinterreifen einigermaßen gut. Das hat uns am Leben gehalten. Ich bin aus Kurve 8 gut in den Tunnel und aus der letzten Kurve gut in die Zielgerade gekommen, und habe mich da mit unserem Speed auf der Geraden gerettet. Sonst wäre das anders ausgegangen.

Sie sind gegen den Strom mit den härteren Reifen gestartet. War das klug?

Hülkenberg: So wie das Rennen später gelaufen ist, wahrscheinlich nicht. Wir haben uns das Leben schwerer gemacht als nötig. Aber das kann man hinterher immer leicht sagen. Das zweite Safety-Car hat allen den Reifenwechsel diktiert. Damit war klar, dass ich 52 Runden auf den Supersoft-Reifen überstehen musste. Eigentlich haben wir gedacht, dass ich damit komfortabel über die Runden komme. Aber in der Mitte des Stints bekam ich vorne links Körnen. Als das weg war, fingen die Hinterreifen an abzubauen.

Wie lief die Startrunde?

Hülkenberg: Ganz gut, trotz eines Problems direkt beim Start. Als ich auf das Gaspedal bin, um meine Startdrehzahl zu erreichen, war das falsche Kennfeld angewählt. Da bin ich kurz in Panik geraten und musste irgendwie einen Start hinbringen. Bis zur ersten Kurve habe ich nichts verloren. Ausgangs Kurve 1 habe ich Sergio gekriegt, der da schlecht rausgekommen ist. Dann lief es eigentlich ganz gut. Vor uns haben sich die Leute nach und nach selbst aussortiert.

In Barcelona gab es gute Gründe, warum das Tempo nicht passte. In Monte Carlo auch?

Hülkenberg: Keine speziellen. Uns fehlt einfach Abtrieb und Speed. Wir haben zwei Rennen lang nur Kleinigkeiten ans Auto gebracht, aber nichts Signifikantes, was uns nach vorne bringt. Da müssen wir uns mehr anstrengen, damit da was kommt. Sonst werden wir von den anderen überholt.

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