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Nico Hülkenberg fast im Soll

100 Punkte-Marke nur knapp verfehlt

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 21. November 2014 Foto: xpb 59 Bilder

Nico Hülkenberg hat die Saison in Abu Dhabi auf einem starken 6. Platz beendet. Das Finalrennen hätte ohne die Strafe sogar noch besser ausfallen können. Obwohl es am Ende nicht ganz mit den 100 Punkten geklappt hat, zieht der Rheinländer ein positives Fazit. Vor allem der Wechsel weg von Sauber hat sich ausgezahlt.

27.11.2014 Tobias Grüner
Das war noch einmal ein aufregendes Rennen zum Saisonende. Für den Zweikampf gegen Magnussen gab es eine 5-Sekunden Stop & Go-Strafe. Wie sehen Sie die Aktion?

Hülkenberg: Es hatte keinen Sinn, sich lange gegen die Strafe zu wehren. Wenn die Stewards sich einmal dafür entschieden haben, kann man sie nicht mehr anfechten. Das war aber ärgerlich und frustrierend, weil ich nichts falsch gemacht habe. Das passierte in der Hitze des Gefechts in der ersten Runde. Kevin hat mich in der Kurve davor nach außen gedrückt, dann sind wir Seite an Seite durch die Kurven 6 und 7 gefahren. Ich bin etwas ins Rutschen gekommen und wollte ihn sicher nicht absichtlich rausdrücken. So etwas passiert. Das ist Racing. Das wollen wir doch sehen, oder?

Haben Sie sich berührt?

Hülkenberg: Höchstens ein bisschen. Aber das war nichts Schlimmes.

Was hat die Strafe gekostet?

Hülkenberg: Ich denke, dass ich ziemlich sicher auf Platz 5 gefahren wäre. Aber auch so war es ein guter und zufriedenstellender Abschluss des Jahres.

Hatten Sie die gute Rennpace nach den Leistungen im Training erwartet?

Hülkenberg: Nein, das war für uns eine ziemliche Überraschung, muss man ehrlich zugeben. Es ist zwar gut, wenn das Auto im Rennen am besten ist, aber die Leistung kam irgendwie aus dem Nichts. Wir haben nach dem Training am Freitag das Setup etwas geändert, sind danach aber keine Longruns mehr gefahren. Ich habe mich im Rennen einfach wohl im Auto gefühlt.

Schon in Brasilien lief es ja im Rennen gut. Haben die Aerodynamik-Änderungen Force India einen spürbaren Schritt nach vorne gebracht?

Hülkenberg: Da bin ich nicht sicher. Wir haben schon das ganze Jahr über den Trend gesehen, dass wir im Qualifying nicht so stark sind wie im Rennen. In Sachen Aerodynamik haben wir noch viel Arbeit vor uns. Da müssen wir uns verbessern.

Wie fällt das Fazit der Saison aus? Sie sind von Sauber gekommen und haben mit Adrian Sutil das Cockpit getauscht - offensichtlich die richtige Entscheidung.

Hülkenberg: Dort hätte ich mich wohl erschossen. (grinst) Das Jahr war aber nicht ganz perfekt. Der Beginn war in Ordnung. Die erste Hälfte gut, die zweite Hälfte nicht so gut - aus unterschiedlichen Gründen. Die Pace des Autos hat einfach nicht mehr gestimmt. Da kann man nicht viel machen. Dazu kamen auch noch ein paar Fehler von meiner Seite und ein paar unglückliche Zwischenfälle. Mit etwas mehr Glück hätte ich wohl mein Ziel, die 100-Punkte-Barriere zu knacken, erreicht. Ohne die Strafe in Abu Dhabi wäre ich wohl Fünfter geworden und hätte es geschafft. Aber so läuft es eben manchmal. Insgesamt können wir viel Positives aus diesem Jahr mitnehmen. Und wir wissen, wo wir uns noch verbessern müssen.

Viele erwarten, dass der Mercedes-Motor nächstes Jahr noch überlegener ist. Rechnen Sie 2015 regelmäßig mit Punkten?

Hülkenberg: Wir haben definitiv die richtige Antriebseinheit im Heck. Jetzt liegt es an uns, ein ordentliches Rennauto drumherum zu bauen – mechanisch und aerodynamisch. Die nächsten beiden Monate werden entscheiden, ob es in der Zukunft nach vorne oder nach hinten geht.

Sie haben in der Vergangenheit häufig den Rennstall gewechselt. Wie wichtig ist es, über den Winter mit dem gleichen Team weiterzuarbeiten?

Hülkenberg: Ich bin sehr zufrieden, dass wir jetzt endlich einmal diese Kontinuität haben. Das ist ein schönes Gefühl. Zum ersten Mal in meiner Karriere wurde ich so früh für die folgende Saison bestätigt. Das ist eine angenehme Situation für mich. Man kann sich voll auf den Job konzentrieren und bei der Arbeit immer auch schon an die Zukunft denken.

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