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Nico Hülkenberg exklusiv

"Ich kann nicht den Sonntagsfahrer machen"

Nico Hülkenberg  - GP Korea 2013 Foto: xpb 59 Bilder

Nico Hülkenberg spricht mit auto motor und sport über sein Qualifying-Ergebnis von Korea, den anhaltenden Aufwärtstrend bei Sauber, seinen erstarkten Teamkollegen und die Aussichten für das Rennen am Sonntag.

05.10.2013 Tobias Grüner
Im Q2 lagen Sie noch vor den Ferrari, in Q3 nicht mehr. Woran lag es?

Hülkenberg: Gute Frage, das wissen wir auch nicht so genau. Im Q3 war der Grip nicht mehr so hoch wie im Q2. Die Balance war eigentlich ähnlich, aber ich habe aus irgendeinem Grund einfach nicht mehr den Grip gefunden, den ich vorher hatte.

Aber die Runde war sonst gut?

Hülkenberg: Ja, die Runde war auch gut. Aber sie war viel schwieriger, weil sich das Auto anfühlte wie auf einer Messerklinge.

Gestern wurde das Auto auch vom ersten auf das zweite Training schlechter, ohne ersichtlichen Grund. Gab es das schon öfter und gibt es einen Verdacht woran das liegt?

Hülkenberg: Die Temperatur könnte vielleicht ein Thema sein. Ich hatte auch in meiner Outlap viel Verkehr und musste relativ langsam fahren. Das hatte ich vorher nicht so und das könnte auch reinspielen. Sonst fällt mir momentan nichts ein.

Sehen Sie eine Chance die Ferrari im Rennen zu schlagen? Die sahen gestern in den Longruns nicht so stark aus.

Hülkenberg: Ich habe die Ergebnisse der Longruns noch gar nicht gesehen, um ehrlich zu sein. Aber normalerweise sind die Ferrari am Sonntag immer ganz ordentlich unterwegs.

Und von hinten müssen Sie auf Webber aufpassen?

Hülkenberg: Webber wird wahrscheinlich nicht zu halten sein. Unser Ziel muss es sein vor den McLaren zu bleiben und vor Force India und Toro Rosso. Damit wir wieder ein paar Punkte sammeln können.

Glauben Sie die Trendwende ist nun geschafft? Sie waren nach der Sommerpause immer regelmäßig im Q3.

Hülkenberg: Das müssen wir jetzt mal abwarten. Ich glaube, wir können es immer schaffen. Aber es ist nicht so, dass es einfach ist. Es ist immer extrem eng und der kleinste Fehler und du bist auf Rang 14 anstatt auf Rang 9 am Start. Das ist kein Selbstläufer. Wir können uns jetzt nicht zurücklehnen, sondern wir müssen jetzt weiter hart arbeiten.

Fernando Alonso sagt, so eine Steigerung ist nicht nur mit harter Arbeit möglich, sondern es hängt hauptsächlich mit den Reifen zusammen. Können Sie das bestätigen?

Hülkenberg: Die Reifen spielen seit Budapest mit Sicherheit auch eine Rolle. Die haben uns geholfen. Ich denke, den anderen aber auch. Ob wir jetzt proportional mehr profitiert haben, weiß ich nicht. Aber bei uns war es eine Kombination aus vielen Sachen. Gerade in Budapest haben wir ein extrem großes Update gebracht. Das neue Heck in Kombination mit den neuen Reifen und mit einem besseren Verständnis für das Auto selbst – das hat ziemlich gut funktioniert.

Ihr Teamkollege hat das beste Qualifyingergebnis seiner Karriere eingefahren. Merken Sie, dass bei ihm eine Steigerung zu erkennen ist und etwas mehr Druck kommt?

Hülkenberg: Doch, absolut. Das war für mich immer klar. Am Anfang lief es nicht so gut für ihn, aber er steigert sich, er lernt gut. Das nehme ich auch wahr.

Wird er langsam zur ernsten Gefahr? Das Quali-Duell über das ganze Jahr gesehen sieht ja noch eindeutig aus.

Hülkenberg: Das war heute auch eine enge Kiste. Im Q2 waren es nur drei oder vier Zehntel und in Q3 nur noch ein bis zwei Zehntel Abstand. Da muss ich mich schon strecken. Da kann ich nicht den Sonntagsfahrer machen.

Ist es mit der Reifensituation morgen möglich über die Strategie nach vorne zu kommen?

Hülkenberg: Ich glaube, es ist relativ klar, dass es ein Zwei-Stopp-Rennen wird.

Sauber ist sehr schnell auf der Geraden. Gibt es hier gute Möglichkeiten zum Überholen?

Hülkenberg: Vom Top-Speed sind wir relativ ähnlich mit vielen anderen. Die meisten fahren so um die 317km/h. Da liegen wir im Bereich der Top 10.

Der DRS-Flügel war früher nicht so effektiv. Gab es da eine Verbesserung?

Hülkenberg: Ja, das stimmt. Aber der Flügel, den wir dieses Wochenende hier haben hat erstaunlicherweise einen relativ guten DRS-Switch.

Also sind Punkte auf jeden Fall das Ziel?

Hülkenberg: Ja, das ist klar.

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