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Nico Hülkenberg mit Problemen

Force India opfert Quali für Rennpace

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 6. Juni 2014 Foto: xpb 119 Bilder

Die Punkteserie von Nico Hülkenberg ist in Montreal in ernster Gefahr. Die Konkurrenz scheint Force India überholt zu haben. Mit einer Risiko-Strategie im Qualifying will man den Top Ten-Platz im Rennen doch noch möglich machen.

06.06.2014 Tobias Grüner

Nur 3 Fahrer haben in dieser Saison in jedem Rennen gepunktet – Nico Rosberg, Fernando Alonso und Nico Hülkenberg. Doch nach dem hart erkämpften fünften Platz in Monaco könnte die Serie in Montreal zu Ende gehen. Am Freitag fand sich Hülkenberg nur auf Platz 13 in der Zeitentabelle wieder. Mehr als eine halbe Sekunden fehlte auf Williams und McLaren, die b  beiden härtesten Konkurrenten um die Top Ten-Plätze.

Hülkenberg kämpft mit Übersteuern

"Wir konnten heute nicht mit der besten Pace glänzen", gab der Rheinländer am Abend zu. "Wir müssen noch an der Balance arbeiten und mehr Grip finden. Beim Top-Speed sind wir zwar nicht die Schnellsten aber ganz ordentlich. Mein Bauchgefühl sagt, dass wir die Zeit vor allem in den Kurven verlieren."
 
Das große Problem ist erneut das instabile Heck. Hülkenberg kämpft ständig mit Übersteuern: "Das ist ähnlich wie schon bei den letzten Rennen. Uns fehlt einfach Abtrieb. Da müssen wir Upgrades bringen, um diese Schwäche loszuwerden. Änderungen am Setup können es etwas lindern, aber um das Problem richtig zu lösen, brauchen wir neue Teile."

Ferrari überraschend stark

Ganz schwarz will der Deutsche aber nicht malen. Er bleibt weiter zuversichtlich. "Wir waren sicher nicht die Stärksten heute, aber es war ja auch erst das Training. Ich denke, am Wochenende ist noch mehr möglich für uns. Mein Run mit den Supersoft-Reifen war heute nicht der beste. Die Runde war nicht ganz sauber. Da sind noch ein paar Zehntel drin."

Möglich ist auch, dass die angekündigte Hitze am Wochenende das Kräfteverhältnis noch einmal durcheinander bringt. "Die Temperaturen machen hier einen großen Unterschied", erklärt der lange Blonde. "Ich weiß aber nicht, ob das besser oder schlechter für uns wird."

Etwas überrascht zeigte sich Hülkenberg von der Stärke Ferraris. Die Italiener kämpfen auf Augenhöhe mit Red Bull um die Plätze in der zweiten Startreihe. "Die hätte ich auf so einer Power-Strecke nicht ganz so gut erwartet. Aber die haben in der Zwischenzeit auch nicht geschlafen. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht und ihr Antriebspaket spürbar verbessert."

Force India opfert Startplätze für Rennspeed

Für Force India ist Ferrari wohl außer Reichweite. Aber gegen die anderen Mercedes-Kunden McLaren und Williams rechnet man sich noch Chancen aus. Ein Problem könnte allerdings das Qualifying werden. Auf eine Runde zeigt der Force India noch Schwächen, wie Technik-Chef Andy Green erklärt. Das zwingt die Ingenieure zu einer riskanten Strategie.

"Wir werden im Qualifying mit einem reinen Renn-Setup fahren", so Green. "Der Supersoft kommt bei uns erst nach 4 Runden in das Arbeitsfenster. Da fängt bei uns aber schon das Graining an. Wenn wir jetzt ein aggressiveres Setup fahren, bezahlen wir am Sonntag dafür. Deshalb geben wir lieber ein paar Startplätze auf und konzentrieren uns auf ein gutes Rennen." Am Sonntag will man die verlorenen Plätze dann mit einer Einstopp-Strategie wieder gutmachen. Aber diese Taktik haben wohl auch andere.

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