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Nico Hülkenberg nicht zufrieden

Kein guter Sprung mit dem Medium

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 9. Mai 2014 Foto: xpb 92 Bilder

Nico Hülkenberg reihte sich in den beiden Trainingssitzungen am Freitag im Mittelfeld ein. Der Rheinländer findet insbesondere die Balance und das Fahrverhalten seines Force India verbesserungsbedürftig. Platz sechs sei aber nicht weit weg gewesen.

09.05.2014 Andreas Haupt

Force India ist bislang der beste Mercedes-Kunde der Saison 2014. Bei den vier Übersee-Rennen sammelte der indisch-englische Rennstall 54 Punkte und liegt damit auf Rang drei der Konstrukteurs-WM – noch vor Ferrari. In den Freien Trainings zum Großen Preis von Spanien sah es für Force India allerdings nicht so vielversprechend aus.

Nico Hülkenberg platzierte sich im VJM07 im ersten Training auf Rang 12. "Heute Morgen war es extrem staubig und rutschig. Ich weiß nicht, ob das daran lag, dass wir nicht in Barcelona getestet haben, oder ob hier ein Unwetter geherrscht hat. Wenn man hinter einem Auto hergefahren ist, hat man richtig gesehen, wie es den Staub aus den Poren geholt hat. Am Nachmittag war es besser."

Hülkenberg fehlen im Force India drei Zehntel auf Magnussen

In der zweiten Session ging es für den langen Rheinländer etwas nach vorn - jedoch nur um einen Platz. Teamkollege Sergio Perez landete nach Rang neun in der Früh am Nachmittag auf Platz 16. Damit war Force India der schlechteste Mercedes-Kunde. "Ich bin nicht wirklich happy mit unserer Performance heute. Wir müssen noch das Fahrverhalten und die Balance des Autos verbessern", erklärte Hülkenberg im Anschluss an die zweite Trainingssitzung.

Neben den Balance-Problemen machten Hülkenberg außerdem die Medium-Reifen zu schaffen. "Wir haben mit dem weichen Reifen einen nicht so guten Sprung geschafft wie erhofft", erzählte Hülk. "Es war aber auch nicht so schlecht. Auf den sechsten Platz fehlen uns nur drei Zehntel. Weiter nach vorne kann es für uns sowieso nicht gehen. Mercedes, Red Bull und Ferrari können wir nicht schlagen."

Auf dem angesprochenen sechsten Platz ordnete sich McLaren-Pilot Kevin Magnussen mit Mercedes-Power im Heck ein. Direkt dahinter dessen Teamkollege Jenson Button. Im zweiterfolgreichsten Formel 1-Rennstall der Geschichte sieht Hülkenberg einen der Hauptgegner für den Europa-Auftakt am Sonntag. Des Weiteren hat der WM-Viertplatzierte noch Williams und Sauber auf der Rechnung. Im dicht gedrängten Mittelfeld tummeln sich zudem Toro Rosso und Lotus.

Reifenverschleiß spielt eine Rolle

Im letzten Jahr erlebten die Zuschauer beim Grand Prix von Barcelona eine Boxenstopp-Orgie, die zu viel Diskussionsstoff im Nachgang führte. "Der Reifenverschleiß spielt wieder eine Rolle. Überholen ist hier nicht einfach, und wenn die Gummischnipsel abseits der Ideallinie liegen, wird es noch schwerer", meinte Hülkenberg.

In Spanien haben einige Formel 1-Teams Updates an ihre Autos geschraubt. Der 26-Jährige findet, dass dadurch "ein bisschen Bewegung in das Feld gekommen ist". Jedoch nicht an der Spitze. Hülkenberg glaubt, dass in den nächsten Wochen niemand an die Mercedes herankommen kann. Erst in der Sommerpause bestehe wieder die Möglichkeit, auf die Silberpfeile aufzuschließen.

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