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Nico Hülkenberg über Bianchi

"Nicht sauer, aber frustriert"

Formel 1-Test, Jerez, 10.2.2012, Nico Hülkenberg, Force India Foto: xpb 34 Bilder

Am vierten Testtag von Jerez durfte Nico Hülkenberg endlich ins Geschehen eingreifen. Doch beim ersten Einsatz mit dem neuen VJM05 musste sich der Force India-Pilot zunächst in Geduld üben. Sauer auf Crashpilot Jules Bianchi war "Hülk" aber nicht.

10.02.2012 Tobias Grüner

Am Freitag (10.2.) um 9.00 Uhr war die Wartezeit für Nico Hülkenberg endlich vorbei. Ein Jahr hatte der Deutsche bei Force India auf der Ersatzbank gesessen. Drei Tage musste er in Jerez zuschauen, bis er endlich sein Debüt als Stammpilot im nagelneuen VJM05 geben durfte.

Schlechtes Timing für Hülkenberg

Eigentlich war Hülkenberg schon für den dritten Testtag eingeteilt, doch in der Früh schmiss Ersatzmann Jules Bianchi den Neuwagen so unsanft in die Bande, dass die Session für den Deutschen ins Wasser fiel. Erst nachdem Ersatzteile für die Bremsen aus England eingeflogen waren, konnte es losgehen.

Der erste Groll auf den Teamkollegen war nach dem Test aber schon wieder verflogen: "Ich bin nicht sauer. So etwas passiert. Er ist noch am Beginn seiner Karriere", gab sich Hülkenberg milde. Ganz konnte er seinen Ärger aber nicht verbergen: "Klar ist es ärgerlich und frustrierend. Ich bin hier und will meine ersten Kilometer sammeln. Da ist das Timing blöd. Aber ich habe auch selber schon solche Dinger gemacht und kann das etwas nachempfinden."

Hülkenberg fährt "wie auf Eiern"

Am Freitag musste Hülkenberg dann erst einmal das Programm nachholen, das zuvor ausgefallen war. So kam der Schlaks aus Emmerich nur schwer in die Gänge: "Wir mussten von gestern noch ein bisschen was an Aerodynamik-Arbeit nachholen. Ich bin in der Früh mit einem großen Messteil am Seitenkasten rumgefahren und hatte alte Reifen drauf. Die Strecke hatte vier Grad. Da ging mal gar nichts. Das war wie auf Eiern."

Auch die Sitzposition passte zu Beginn noch nicht richtig. Aber als das korrigiert war, kam Hülkenberg immer besser in Schwung. "Nach zweieinhalb Monaten Pause dauert es natürlich etwas, bis man sich wieder eingewöhnt hat. Nach der Mittagspause bin ich aber schon wieder mit einem viel besseren Fahrgefühl ins Auto gestiegen. Man braucht einfach Kilometer in einem Formel 1-Auto. Nach 15 bis 20 Runden hat man das Formel 1-Gefühl wieder drin."

Im Vergleich zum Vorjahresauto konnte der 24-Jährige keine großen Unterschiede feststellen. "Viel anders ist es gar nicht. Man merkt, dass der angeblasene Diffusor nicht mehr da ist. Da fehlt hinten einfach ein bisschen was", so der erste Eindruck.

Hülkenberg geht kein Risiko ein

Über die Leistungsfähigkeit seines neuen Dienstwagens konnte er aber noch keine Aussage machen. Die Strecke sei nicht repräsentativ. Noch fehlen Vergleichsdaten mit der Konkurrenz. Nur so viel: "Wir haben eine gute Basis. Natürlich gibt es hier und da noch Sachen, die wir verbessern können und müssen. Generell bin ich aber zufrieden mit dem Tag."

Mit einer Zeit von 1:19.977 Min. landete der Force India-Pilot am Ende auf Rang sieben im Klassement. Wichtiger waren allerdings die 90 gefahrenen Runden. "Heute ging es nicht um Zeiten, sondern um möglichst viele Kilometer."

Nach dem Fehler Bianchis am Vortag, ging Hülkenberg kein unnötiges Risiko. "Man fährt aber auch keine Sonntagsspazierfahrt. Man muss schon schauen, was das Auto kann und wie das eigene Gefühl ist. Es ist aber natürlich auch kein Qualifying, in dem man das Letzte rausquetscht.

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