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Nico Hülkenberg über Malaysia

"Mit einem Bein immer neben der Strecke"

Nico Hülkenberg - Force India - GP Malaysia 2015 Foto: xpb 59 Bilder

Nach 6 Punkten beim Saisonauftakt ging Nico Hülkenberg in Malaysia leer aus. Ohne Upgrades kann der Force India nur punkten, wenn andere ausfallen. Hülkenberg spricht im Interview mit auto motor und sport von Schadensbegrenzung, bis neue Teile kommen.

04.04.2015 Michael Schmidt
Sie sind beim Start gleich auf Platz 7 vorgefahren. Muss ja ein Raketenstart gewesen sein?

Hülkenberg: Das Wegfahren war normal. Ich hatte das Glück in der ersten Kurve innen und in der zweiten außen zu sein. Da bin ich schon an ein paar Autos vorbeifahren. In Turn 4 habe ich noch zwei Positionen gewonnen, weil sich Ericsson und Verstappen nicht einig geworden sind. Plötzlich lag ich auf Platz 7. Aber leider hatte ich nicht den Speed, daraus Kapital zu schlagen. Die anderen waren viel schneller, und es war schwierig sie hinter mir zu halten.

Nach dem Safety-Car waren Sie Zweiter. Wie fühlte sich das an?

Hülkenberg: Ich war happy, freie Straße vor mir zu haben. Sebastian ist mit seinem Ferrari ja gleich nach vorne abgehauen. So bekam ich saubere Luft auf den Frontflügel. Das hilft etwas. Im Verkehr liegt unser Auto noch schlimmer. So konnte ich Grosjean hinter mir halten. Was nicht einfach war. Ich durfte nicht einen Fehler machen und musste mich immer voll auf den Kurvenausgang konzentrieren.

War es richtig, in der Safety-Car-Phase auf der Strecke zu bleiben?

Hülkenberg: Für uns war es richtig. Wir hätten uns nur früher auf eine Dreistopp-Strategie festlegen sollen, statt erst zwei Stopps zu probieren und dann doch auf drei zu gehen. Auf den Medium-Reifen hatte ich große Probleme. Es wäre besser gewesen, gleich auf die harten Reifen zu wechseln. Auf denen fühlte sich das Auto besser an. Zwei Stopps wären für mich aber trotzdem sehr eng geworden. Es hätte auch nicht viel gebracht. Checo ist mit zwei Stopps gefahren und lag auch nur einen Platz vor mir.

Wie sehen Sie die Kollision mit Kvyat?

Hülkenberg: Eigentlich habe ich mit Ricciardo gekämpft. Ich bin in Kurve 1 ein bisschen weit nach draußen gekommen und sehe dann das Loch in Kurve 2. Kvyat hat mich wohl nicht gesehen oder dort erwartet. Er ist gefahren, als wäre er allein auf der Bahn. Ich habe noch versucht, mich da rauszuziehen, aber es war schon zu spät. Er hätte auch etwas mehr Platz lassen können.

Verstehen Sie die Strafe?

Hülkenberg: Für mich war es ein normaler Rennunfall.

Ohne die Kollision: Wo wären Sie gelandet?

Hülkenberg: Vielleicht einen Platz weiter vorne. Das Auto war schwierig zu fahren. Uns fehlte Grip, und auch die Balance hat nicht gepasst.

Also zahlen Sie für die späte Fertigstellung des Autos?

Hülkenberg: Ich glaube nicht, dass uns das so weit zurückgeworfen hat. Das Paket ist ja zuverlässig. Es fehlt nur Speed. Wir haben das Limit dieses Autos ziemlich schnell erreicht. Der Einfluss der Bodenfreiheit auf das Fahrverhalten ist minimal. Du stehst mit einem Bein immer neben der Strecke.

Jetzt hilft nur noch Warten auf das erste Upgrade?

Hülkenberg: So sieht es aus. Bis dahin müssen wir Schadensbegrenzung betreiben.

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