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Nico Hülkenbergs Leidensweg

"Mir klebt das Pech am Schuh"

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP USA - 31. Oktober 2014 Foto: xpb 42 Bilder

Nico Hülkenberg hätte in Austin im Training in die Top Ten fahren und im Rennen auf Platz 6 landen können. Stattdessen ging es von Startplatz 13 los und nach 16 Runden war Schluss. Nach dem Power-Verlust geht die Angst um, dass im Finale der Einbau eines sechsten Motors droht.

05.11.2014 Michael Schmidt

Es war nicht die Woche von Nico Hülkenberg. Dabei ließ sich alles gut an. Das neue Aero-Paket zeigte Wirkung. Zum ersten Mal seit Juni spürten die Fahrer wieder einen Fortschritt. Die Speedmessung in den S-Kurven beweist es. Hülkenberg war am Messpunkt hinter den Mercedes-Piloten Drittschnellster.

Und es ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. In Abu Dhabi sollen ein neuer Unterboden und ein modifizierter Heckflügel kommen. Doch statt dem Sprung in die Top Ten, rutschte Hülkenberg auf Startplatz 13 ab.

Der Grund dafür ist ziemlich einmalig. Der Force India mit der Startnummer 27 sammelte in der entscheidenden Qualifikationsrunde mit dem linken Vorderreifen ein Abreißvisier auf. Damit fehlte in den Rechtskurven der Grip. "Nico hat dadurch eine halbe Sekunde verloren", echauffierte sich Technikchef Andy Green.

Hülkenberg-Ausfall nach Power-Verlust

Im Rennen ging es im gleichen Stil weiter. Sergio Perez donnerte Adrian Sutil ins Heck und kassierte eine Strafversetzung um sieben Startplätze in Brasilien. Hülkenberg kämpfte mit Sebastian Vettel um Platz 14. Allerdings antizyklisch auf den harten Reifen. Dann spürte Hülkenberg plötzlich Powerverlust. "Fühlte sich an, als wäre die MGU-K ausgestiegen." Kurz darauf bat ihn die Box anzuhalten. Der Motor selbst war in Gefahr.

Es sieht offenbar nicht gut aus um Triebwerk Nummer 5. Es war brandneu, hatte erst 573 Kilometer auf der Kurbelwelle. In Brasilien soll Hülkenberg mit einem seiner Uralt-Motoren antreten. Die haben aber bereits eine so hohe Laufleistung, dass es auch da eng werden könnte.

Hülkenberg ärgert sich im Rückblick: "Ich wäre locker Sechster geworden. Bis zum Ausfall lag ich vor Vettel. Und ich hätte mir Alonso am Ende mit seinen Reifenproblemen noch geschnappt. Die McLaren waren an dem Tag kein Problem. Die haben ein Einstopp-Rennen probiert, was nicht gutgehen konnte. Zurzeit ist es wie verhext. Mir klebt einfach das Pech am Schuh."

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