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Nico Hülkenbergs Reifenproblem

Auf verlorenem Posten gegen Perez

Sergio Perez - GP Österreich 2014 Foto: xpb 66 Bilder

Nico Hülkenberg fühlte sich am Red Bull-Ring an den GP Spanien erinnert. Wieder bauten an seinem Force India die Hinterreifen stark ab. Teamkollege Sergio Perez dagegen hatte Grip auf der Hinterachse. Das riecht nach einer langen Datenanalyse.

23.06.2014 Michael Schmidt

Die gute Serie bleibt bestehen. Nico Hülkenberg hat auch im achten Rennen gepunktet. Diesmal kamen aber nur zwei Zähler dazu. Zwei verlor er in der letzten Runde an Daniel Ricciardo. Es war ein Duell, das einen Kilometer lang tobte.

"Daniel kam auf der langen Geraden mit DRS an mich heran. Ich habe mich darauf konzentriert, dass ich gut aus Kurve 3 rauskomme, damit er vor Kurve 5 nicht innen reinstechen kann. Er hat mich dann außen erwischt. Sein Auto hatte mehr Abtrieb, und er hatte die besseren Reifen. Schade um die zwei Punkte."
 
Ricciardo zeigte sein breitestes Lachen an einem Tag, an dem es für Red Bull nichts zu lachen gab. "Das war mein einziges Highlight in diesem Rennen. Ich sagte mir: Alles oder nichts. Du hast hier nichts zu verlieren. Es war ein cooles Duell."

Hülkenberg-Force India ein Reifenfresser

Nico Hülkenberg kämpfte am Red Bull-Ring mit den gleichen Problemen, die ihn schon in Barcelona begleiteten. Die Hinterreifen bauten stark ab. "Das Auto hatte keine Balance. Mein Auto war ein Reifenfresser. Beim Einlenken in die Kurven war das Heck instabil, in der Kurvenmitte hatte ich untersteuern und am Ausgang wieder übersteuern."

Als Hülkenberg in der 36.Runde seinen Teamkollegen Sergio Perez vorbeiließ, traute er seinen Augen nicht: "Sergio saß in einem anderen Auto. Bei ihm klebte das Heck auf der Straße."
 
Auch das erinnerte an den GP Spanien. Damals fand sich nach zwei Tagen eine Erklärung für das unterschiedliche Fahrverhalten. Der Unterboden war nicht richtig montiert. Die Folge: starker Abtriebsverlust. Das gleiche passierte im Freitagstraining zum GP Österreich. Deshalb kann sich Hülkenberg nicht vorstellen, dass ihn das Malheur am Sonntag wieder eingeholt hat: "Wir haben das Problem behoben und das Auto neu vermessen. Am Samstag hat alles gepasst."

Perez fährt schnellste Rennrunde

Der WM-Sechste stimmt mit Sportdirektor Otmar Szafnauer überein: "Wir müssen das Auto untersuchen, um den Grund für die Balanceprobleme zu finden." Im Rückblick wäre es für Hülkenberg vielleicht von Vorteil gewesen, wenn er wie Perez das Q3 verpasst hätte. Dann hätte er für den Start freie Reifenwahl gehabt. "Es sieht so aus, dass die Taktik von Checo besser war."

Der Mexikaner startete antizyklisch mit den härteren Reifen, machte sofort fünf Positionen gut. Das Auto mit der Startnummer 11 führte ab der 16. Runde sogar für elf Umläufe das Rennen an. Während die Gegner ihren Satz Supersoft-Reifen wegen starker Abnutzung der Hinterreifen in der Startphase bis zur 15. Runde loswerden musste, konnte sich Perez den Superkleber bis zum Schluss aufheben. Da war er wegen des geringeren Fahrzeuggewichts und mehr Gummi auf der Bahn auch langlebiger.

Perez fuhr 16 Runden lang mit den weichen Reifen, markierte im 59. Umlauf die schnellste Rennrunde, und er war auch in der 70. Runde noch in der Lage eine 1.12er Zeit zu fahren. Der Reifenflüsterer machte insgesamt zehn Positionen gut und landete auf Platz 6.

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