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Hülkenberg auf Pole Position

Der unglaubliche Hulk versägt die Konkurrenz

Nico Hülkenberg Foto: xpb 25 Bilder

Nico Hülkenbergs Pole Position beim GP Brasilien kam aus dem Nichts. "Ich kann es selbst nicht richtig glauben", strahlte der Williams-Pilot. Auch die Konkurrenz staunte nicht schlecht. "Er hat uns alle schlecht aussehen lassen", lobte der zweitplatzierte Sebastian Vettel.

06.11.2010 Tobias Grüner

Eigentlich steht Nico Hülkenberg bei Williams auf der Abschussliste. Weil das Team Geld braucht, soll der venezolanische GP2-Pilot Pastor Maldonado nächstes Jahr im Cockpit sitzen. Die einzigen Argumente, die Hülkenberg vorweisen kann, sind sein unglaubliches Talent und sein unheimlicher Speed. Am Samstag in Sao Paulo lieferte der 23-Jährige erneut eine beeindruckende Demonstration seines Könnens ab.

Mit mehr als einer Sekunde Vorsprung verwies "Hulk" die komplette Weltelite auf die weiteren Plätze. So recht glauben konnte es der Pole Setter selbst nicht. "Das kam natürlich etwas überraschend. Ich kann es selbst noch nicht richtig glauben. Aber es ist ein sehr schönes Gefühl", strahlte der Schlaks aus dem Rheinland nach seinem Husarenritt. Bei abtrocknender Piste fuhr Hülkenberg in Interlagos in einer eigenen Liga.

Vettel mit Sonderlob für Hülkenberg

Auch die Konkurrenz zeigte sich beeindruckt. "Chapeau, Glückwunsch an Nico. Wenn er alle um eine Sekunde abhängt, dann sehen wir natürlich nicht gut aus. Das ist etwas frustrierend, wenn man sich mal den Abstand anschaut", musste Sebastian Vettel zugeben, der sich mit Platz zwei zufrieden geben musste. "Ich dachte erst, dass ich ein Zehntel hinter ihm liege, bis ich gemerkt habe, dass da vorn eine andere Zahl bei den Sekunden stand."

Auch der drittplatzierte Mark Webber sparte nicht mit Lob und Glückwünschen. "Gegenüber Nico haben wir anderen heute ziemlich durchschnittlich ausgesehen", fasste der Australier das Ergebnis zusammen. "Er scheint volles Vertrauen in sich und sein Auto gehabt zu haben. Sonst ist so eine Zeit nicht möglich."

Hülkenberg verpasst Konkurrenz eine Klatsche

Hülkenberg hatte im letzten Abschnitt des Qualifyings eine Bestzeit nach der anderen auf die Piste gezaubert. "Meine allerletzte Runde war ziemlich super. Ohne Fehler. Riesen Dankeschön ans Team. Die haben mir ein tolles Auto hingestellt. Ich bin einfach sprachlos und freue mich schon aufs Rennen." Die beste Quali-Leistung von Hülkenberg zuvor war ein fünfter Platz in Malaysia. In Sao Paulo gelang ihm aus dem Nichts der ganz große Coup.

"Dabei gehört die Strecke noch nicht einmal zu meinen Favoriten. Ich denke, da gibt es bessere", grinste Hülkenberg. Der Schlüssel zu der Leistung sieht der Deutsche in seiner wachsenden Erfahrung. "Seit der Saisonhalbzeit fühle ich mich immer wohler im Auto. Ich lerne die Strecken schneller. Das ist einfach Teil meines Lernprozesses in der Formel 1", erklärte der GP2-Champion von 2009.

Hülkenberg will nicht im Weg stehen

Um das Rennen macht sich Hülkenberg keine großen Gedanken. Dass er mitten im Kampf um den WM-Titel steht, mache ihm nichts aus: "Ich versuche einfach einen guten Start zu haben und mein Rennen zu fahren. Ich versuche natürlich, den WM-Kandidaten nicht in die Quere zu kommen. Aber für uns geht es noch um Platz sechs in der Konstrukteurs-WM." Je nach Platzierung in der Team-WM gibt es auch mehr Geld aus den Töpfen von Bernie Ecclestone. Rund fünf Millionen Euro macht der Unterschied zwischen Platz sechs und Platz sieben aus. Vielleicht kann sich Williams damit leisten, weiter mit Hülkenberg zusammenzuarbeiten.

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