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Nico Hülkenberg ist bereit für die Formel 1

Letzte Stationen vor dem Grand Prix-Debüt

Barcelona F1-Test 2010 Foto: xpb 37 Bilder

Am 14. März gibt Nico Hülkenberg in Bahrain sein Formel 1-Debüt. Auf dem Weg dorthin hat er fast alle Stationen abgehakt: Rennsimulationen, Boxenstopps, Starts. Jetzt ist der Williams-Pilot bereit für seinen ersten Grand Prix.

26.02.2010 Michael Schmidt

Nico Hülkenberg spult am Freitag (26.2.) seinen letzten Testtag vor seinem Formel 1-Debüt in Bahrain ab. Doch der großgewachsene Blondschopf gibt sich gelassen. Wie ein alter Hase plaudert er über seine Erfahrungen nach exakt 2.875 Kilometern seit dem Teststart in Valencia.

"Am ersten Tag in Barcelona haben wir das erste Mal Sprit abgetankt, um ein Gefühl für die Balance des Autos mit weniger Benzin zu bekommen." Hülkenberg schaffte im Williams die zweitbeste Zeit, eine Sekunde hinter Mark Webber. Bis jetzt ist der 22-jährige Youngster leidlich zufrieden: "Wir haben keine Riesenbaustelle, müssen uns aber überall noch verbessern."

Kompromiss bei der Balance

Viel wichtiger aber als die Rundenzeit selbst ist, ob sich die Balance des Autos abhängig vom Spritgewicht stark verschiebt. "100-prozentig genau kriegst du es nie hin", sagt Hülkenberg. "Alles ist ein großer Kompromiss: das Setup, die Gewichtsverteilung." Der amtierende GP2-Champion glaubt, dass die ersten 20 Runden im Rennen die entscheidenden sein werden. Dann, wenn die Autos mit bis zu 165 Kilogramm Sprit vollgepackt sind.

"Wer es da übertreibt, ruiniert sich die Reifen vielleicht so, dass sie nie wieder zurückkommen. Wenn das Auto richtig schwer ist und du fängst in den schnellen Kurven zu rutschen an, dann spürst du schon, wie Reifen darunter leiden." Kollege Nico Rosberg kann sich sogar vorstellen, dass man in den ersten Runden lieber verhalten fährt, um später davon zu profitieren: "Und wenn du dabei einen Platz herschenken musst. Wichtig ist, dass die Reifen überleben." Das richtige Maß zwischen Attacke und Vorsicht wird die Trumpfkarte sein.

Boxenstopp-Training mit Videoanalyse

Für die Oldies kein Problem. Für einen wie Hülkenberg wird es eine von vielen Lehrstunden. "Vielleicht kannst du zwei, drei Runden attackieren und musst dann langsamer machen. Das werden wir alles erst bei den Rennen rausfinden." Boxenstopps hat "Hülk" schon in Jerez geübt. Ungefähr 15 am Stück. "Das ist schon etwas anderes als in der GP2. Da stehen vier Jungs da, die dir die Reifen wechseln. In der Formel 1 sind so viele Leute am Auto, dass du gar nichts siehst."

Das wichtigste ist das Parken: "Je genauer umso besser. Wir filmen das, und hinterher gibt es Manöverkritik." Kein Problem gibt es mit der Fitness. In Jerez legte der Formel 1-Neuling an einem Tag 617 Kilometer zurück. Und stieg trotzdem nicht gerädert aus seinem Auto. "Ich habe gut trainiert. An dem Tag in Jerez war ich selbst überrascht, wie gut es mir ging. Okay, am Anfang wenn das Auto schwer ist, dann sind die Fliehkräfte nicht so schlimm. Aber später, wenn die Reifen nachlassen, dann hast du schon viel zu tun im Cockpit."

Noch fehlt das Adrenalin

Der spannendste Moment steht Hülkenberg noch bevor. Sein erster GP-Start. Da kann man am Ausgang der Boxengasse noch so viele Starts simulieren, es wird nie das gleiche sein wie mit 25 anderen Autos auf einmal Richtung erste Kurve loszufahren: "Bei den Probestarts, da fehlt das Adrenalin, die Aufregung, die anderen Autos, die Vorgeschichte der Aufwärmrunde."

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