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Nico Hülkenberg

Das Drama in der ersten Runde

Nico Hülkenberg GP China 2012 Foto: Force India 59 Bilder

Shanghai war nicht das Wochenende des Nico Hülkenberg. Im Training kostete ihn Sebastian Vettel einen besseren Startplatz. Im Rennen fing er sich in der ersten Runde einen Streifschuss am Frontflügel ein. Und dann passte die Getriebeübersetzung nicht.

16.04.2012 Michael Schmidt

Nico Hülkenberg hätte sich die Reise nach China sparen können. Im Training stand im entscheidenden Moment Sebastian Vettel im Weg. Sonst wäre der Force India-Pilot vielleicht vor seinem Teamkollegen Paul di Resta in der Startaufstellung gestanden. Bestenfalls noch vor Bruno Senna. Mit Startplatz 14 wäre aber das Ende der Fahnenstange für den VJM05 erreicht gewesen. Schneller waren die weiß-grün-orangen Autos in Shanghai nicht.

Abtrieb verschiebt sich um vier Prozent nach hinten

Das Rennen war für Nico Hülkenberg schon nach der ersten Runde gelaufen. "Ich hatte einen schlechten Start. Dann ging es drunter und drüber. Überall sind Teile durch die Luft geflogen, und eines hat leider auch meinen Frontflügel getroffen." Die Endplatte hatte einen Streifschuss abgekriegt. Das bedeutete, dass sich die Aerodynamikbalance um vier Prozent nach hinten verschob. "Die Folge war tierisches Untersteuern."

Deshalb kam Hülkenberg in der Anfangsphase nicht mal am Caterham von Heikki Kovalainen vorbei. Er konnte in der Kurve vor der langen Geraden wegen des Abtriebsverlustes vorne nicht richtig dranbleiben, und auf der Geraden ging dem Force India-Mercedes bald die Luft aus. "Wir waren zu kurz übersetzt, weil wir mit Gegenwind gerechnet hatten, der dann nicht kam. Deshalb bin ich schnell im Begrenzer gelandet."

Nico Hülkenberg fährt sich in Rage

Nach dem ersten Boxenstopp begann für Hülkenberg das Rennen noch einmal von vorne. Der Nasenwechsel und der neue Frontflügel brachten die Aerodynamik wieder ins Gleichgewicht. Zeitweise fuhr Hülkenberg die Rundenzeiten der Spitze. "Danach ging es richtig vorwärts. Ich habe mich richtig in Rage gefahren und konnte auf der Großleinwand erkennen, wie ich aufgeholt habe. Leider lag ich nach dem ersten Turn schon zu weit zurück."

Die Aufholjagd brachte ihm die neuntschnellste Rennrunde ein. Praktisch zeitgleich mit Sieger Nico Rosberg. Eine halbe Sekunde schneller als der drei Positionen weiter vorne platzierte di Resta.

In den letzten Runden lief Hülkenberg noch auf Kimi Räikkönen auf. Da behinderte ihn wieder das Problem mit dem Begrenzer. "Ich bin an ihm hängengeblieben. Mein Reifensatz hatte da auch schon 26 Runden drauf. Das war der positive Aspekt des Rennens. Die Reifen haben viel länger gehalten als gedacht." Trotzdem muss Force India Gas geben. Sauber und Williams sind derzeit eine Klasse besser.

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