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Nico Hülkenberg

Dritter Fahrer bei Mercedes GP?

Nico Hülkenberg GP Brasilien 2010 Foto: xpb 8 Bilder

Nico Hülkenberg hat die Hoffnung auf einen Stammplatz in der Formel 1 noch nicht aufgegeben. Sollte man sich mit Force India nicht einigen können, will Manager Willi Weber seinen Schützling als Ersatzfahrer bei einem Top-Team unterbringen. Warum nicht Mercedes?

22.11.2010 Michael Schmidt

Für Nico Hülkenberg wird es eine Woche der Entscheidung. Seine erste Option ist Force India. Dort vermeldet Adrian Sutil, dass man sich beim Thema Vertragsverlängerung nähergekommen sei. Spätestens bis nächste Woche soll die Fahrerfrage bei Force India geklärt sein. Eher früher. "Wir sind da immer noch dran", verspricht Hülkenbergs Manager Willi Weber.

Doch was passiert, wenn die Force India-Hoffnung zerplatzt? Renault ist dicht. Mit dem guten Resultat in Abu Dhabi, der Unterstützung von Staatschef Vladimir Putin und Bernie Ecclestone ist Vitaly Petrov als Nummer zwei neben Robert Kubica dort betoniert. Ferrari, sind nur Gerüchte. "Das wär‘s", lacht Weber. "Da würde die Post abgehen, wenn Nico dort fahren könnte." Die Hoffnung ist aber eher gering.

Hülkenberg: Lieber Ersatzfahrer als Lotus-Pilot

Bleiben am Ende nur noch Lotus und Virgin. Doch da winkt Weber ab: "Lieber dritter Mann bei einem Top-Team als erster Mann bei einem Hinterbänkler." Weber kennt das Geschäft in- und auswendig. Auf ein Abenteuer wie Lotus oder Virgin kann man sich als etablierter Fahrer einlassen, nicht aber als einer, der bei den Teamchefs noch Punkte sammeln muss.

So wie die Pole Position in Brasilien. Solche Highlights sind bei einem der kleinen Teams auch unter den verrücktesten Bedingungen nicht möglich. "Da kannst du nichts lernen, du wirst in deiner Karriere zurückgespult, und wenn du als junger Fahrer die Ergebnisse nicht bringst, heißt es gleich: Schau mal, wo der rumfährt."

Dritter Fahrer bei Mercedes GP

Weber schließt deshalb nicht aus, dass Hülkenberg einen Vertrag als dritter Fahrer abschließt, sollte es zu einem Stammplatz nicht reichen. Mit der Hoffnung, dann 2012 als Stammfahrer aufzurücken.

Die erste Adresse wäre natürlich Mercedes. Dort ist die Stelle des Ersatzpiloten seit Nick Heidfelds Weggang zu Pirelli und später Sauber unbesetzt. Hülkenberg wäre vom Alter ein idealer Nachfolger für Michael Schumacher, sollte der irgendwann seinen Helm erneut an den Nagel hängen.

Mercedes hat den deutschen Aufsteiger noch nicht im Visier: "Da gibt es momentan keinen Kontakt", dementiert Sportchef Norbert Haug erste Gerüchte. Allerdings hält der Schwabe große Stücke auf Hülkenberg. "Die Pole Position in Brasilien fährt das Auto nicht alleine. Ein Fahrer, der GP2-Champion wird und in der Formel 1 auf Pole fährt, der muss es können." Im Gegensatz zu Weber würde Haug dem Youngster empfehlen, ein Stammcockpit zu suchen. "Wenn er die Karriere geradlinig fortsetzen will, sollte er besser bei einem zweit- oder drittklassigen Team fahren."

Auch McLaren sucht Verstärkung

Neben Mercedes wäre auch McLaren noch eine Alternative. Aus Edeldomestik Gary Paffett wird kein Top Formel 1-Pilot mehr. Der DTM-Star hatte genügend Chancen und Testkilometer sich auszuzeichnen, aber irgendwie fehlt es da an Durchschlagskraft. Lewis Hamilton fährt 2011 sein fünftes Jahr bei McLaren. Jenson Button muss im Vergleich zu Hamilton zulegen. Gut möglich, dass einer der beiden Engländer Ende 2011 auf Wanderschaft geht.

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