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Nico Hülkenberg nach dem GP Brasilien

"Talent sollte vor Geld kommen"

Nico Hülkenberg Foto: xpb 36 Bilder

Nico Hülkenberg konnte seine Pole Position nicht ganz in ein gutes Resultat ummünzen. Nach dem GP Brasilien erklärte der Sensationsmann vom Qualifying, warum es im Rennen nur zu Platz acht reichte und wie er die Chancen für seine Zukunft sieht.

07.11.2010 Tobias Grüner

Warum konnten Sie die Konkurrenten zu Rennbeginn nicht halten?
Hülkenberg: Mein Auto ist viel gerutscht. Ich war ein leichtes Ziel für Mark (Webber). Auch Alonso war ziemlich schnell vorbei. Lewis (Hamilton) hatte schon mehr Probleme. Der ist gar nicht vorbeigekommen. Erst als wir an die Box gegangen sind.

Wie lief es heute auf der Strecke?
Hülkenberg: Heute war es deutlich schwieriger. Ich hatte einige Probleme mit einem aufsetzenden Auto und viele Vibrationen im Auto. Ich war auch nicht glücklich mit der Balance. Ich hatte sowohl Über- als auch Untersteuern. Die Pace hat einfach nicht gestimmt. Deshalb sind auch Autos von weit hinten wie Mercedes oder Jenson Button deutlich vor uns angekommen. Wenn wir eine halbe Sekunde schneller pro Runde sind, dann haben wir schon viel erreicht.

Haben Sie die Kämpfe etwas genießen können oder war es mehr ein Höllenritt?
Hülkenberg: Mir hat es wirklich Spaß gemacht, mit den großen Teams zu kämpfen. Ich konnte die ein bisschen ärgern. Ich denke, ich habe mich hart aber fair verteidigt. Niemand hat sich beschwert. Lewis kam sogar zu mir und hat mir zur Leistung gratuliert. Ich hoffe, dass es auch für die Zuschauer gute Unterhaltung war.

Was lief am Start falsch?
Hülkenberg: Ich hatte einfach zu viel Wheelspin.

Was war der Grund dafür?
Hülkenberg: Keine Ahnung. Ich habe mir die Daten noch nicht angeschaut. Sowas passiert einfach. Man kann nicht immer sagen, ob es ein Fehler vom Auto oder vom Fahrer war.

Waren Sie vor dem Start nervös?
Hülkenberg: Ja, ich war etwas nervöser als normalerweise. Aber das ist ja auch etwas Gutes. Da bleibt man konzentriert. Und wenn man beim ersten Start von Pole Position nicht ein bisschen nervös wäre, dann wäre man kein Mensch.

Hätten Sie die Mercedes mit einer anderen Strategie hinter sich halten können?
Hülkenberg: Ich glaube, die Strategie hat gepasst. Unsere Pace war einfach nicht da. Die Balance hat nicht gestimmt. Und der Reifenverschleiß war zu hoch. Das sind eher die Gründe, warum wir gegen sie verloren haben.

War es das beste Formel 1-Rennen Ihrer Karriere?
Hülkenberg: Da gab es noch andere starke Rennen. Aber das ganze Wochenende sticht schon heraus.

Fühlen Sie sich als neuer Fahrer? Hat sich der Status verbessert?
Hülkenberg: Nicht wirklich. Ich bin immer noch der Selbe. Es ist meine erste Saison. Es gibt noch viel zu lernen, aber ich mache gute Fortschritte. So muss es ja auch sein.

Wie sehen die Chancen für nächstes Jahr aus?
Hülkenberg: Da muss man Frank Williams und Patrick Head fragen. Ich denke, dass ich an diesem Wochenende nichts falsch gemacht habe. Ich konnte das meiste aus meinen Möglichkeiten machen.

Wäre es nicht ungerecht, wenn Sie den Platz verlieren würden?
Hülkenberg: Talent sollte schon vor Geld kommen. Aber wenn die Wirtschaft Probleme macht, dann stimmt das nicht mehr. Ich denke, Rubens und ich sind eine perfekte Fahrer-Kombination. Ich hoffe, wir können weiter zusammen fahren.

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