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Hülkenberg warnt trotz Bestzeit

Longrun-Pace passt noch nicht

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1-Test - Barcelona - 24. Februar 2016 Foto: xpb 14 Bilder

Nico Hülkenberg fuhr am dritten Testtag von Barcelona die schnellste Runde. Doch der Rheinländer wollte die gute Zeit nicht überbewerten. Mit weichen Reifen und wenig Sprit laufe der Force India wie im Vorjahr gut. Doch auf längeren Stints stimme die Pace noch nicht, analysierte der Deutsche.

24.02.2016 Tobias Grüner

Wenn man nur einen einzigen Testtag in der ersten Woche bekommt, dann muss man diesen auch nutzen. Nico Hülkenberg fuhr am Mittwoch (24.2.2016) auf dem Circuit Barcelona-Catalunya insgesamt 99 Runden und brannte mit 1:23.110 Minuten eine klare Tagesbestzeit in den Asphalt. Der schnellste Konkurrent, Romain Grosjean, fuhr 2,7 Sekunden langsamer.

Hülkenberg lotet Potenzial aus

"Wir haben heute etwas mehr als die anderen überprüft, wo wir stehen und was wir für eine Performance im Auto haben. Dadurch kommt auch der Vorsprung zu den anderen", bremst Hülkenberg die Euphorie. "Bis Melbourne ist nicht mehr so lange, deshalb muss man mal was ausprobieren."

Doch ein genauerer Blick auf die Zeit verrät, dass der Force India richtig gut unterwegs war. Die Wochenbestzeit von Sebastian Vettel lag nur 3 Zehntel unter der Hülk-Runde - und das auf den Ultrasoft-Reifen, die normalerweise mindestens eine halbe Sekunde schneller sind, als die Supersoft-Gummis, die Hülkenberg bei seiner Runde aufgezogen hatte.

Force India-Charakter genau umgekehrt zu Williams

Die Pace auf kurzen, schnellen Runs passt also. "Auf Soft-Reifen geht das Auto gut. Das war letztes Jahr schon so. Aber mit dem Medium-Reifen über die Distanz passt das Setup noch nicht. Da müssen wir noch etwas finden", analysiert der Pilot. Große Sorgen hat er aber noch nicht. "Das Auto ist noch sehr jung. Wir fangen gerade erst an. Wir können und müssen uns noch an allen Ecken und Enden verbessern."

Generell zog Hülkenberg ein positives Fazit. Schon nach 2 Runden war der Winter-Rost abgeschüttelt. Zwischendurch wurde ein wenig an der Sitzposition gefeilt. Die Mechaniker behoben kleinere Probleme mit der Verkleidung. Das erste Bauchgefühl passt. "Ich glaube, wie sollten wieder ungefähr dort stehen, wo wir die letzte Saison aufgehört haben."

Ein Konkurrent um die Plätze hinter dem Podium heißt Williams. Die Eindrücke von Felipe Massa waren am Mittwoch genau umgekehrt zu denen von Hülkenberg: "Auf den Longruns können wir konstante Zeiten fahren. Über einen Stint von 23 Runden wurde ich nur 2,5 Sekunden langsamer. Aber uns fehlt noch der Speed auf eine schnelle Runde. Da bekommen wir den Reifen nicht auf Temperatur."

Neuer Qualifying-Modus kommt überraschend

Ein Thema für beide Piloten war nach der Sitzung auch der neue Qualifying-Modus, der schon in Melbourne zum Einsatz kommen soll: "Ich habe mir noch nicht viele Gedanken dazu gemacht", so Massa. "Aber die Absicht dahinter ist klar zu erkennen: Es soll Chaos produziert werden."

Auch Hülkenberg ist noch nicht ganz informiert: "Es war eine riesige Überraschung, dass 3 Wochen vor Saisonstart das Qualifying-Format umgeschrieben wird. Das gibt es glaube ich in keinem anderen Sport in dieser Welt. Ich habe mich aber noch nicht im Detail damit auseinandergesetzt. Es hört sich ganz lustig an. Aber es ist schwer zu sagen, wie es sich auswirkt. Ich verstehe das im Moment selbst noch nicht ganz."

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