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Nico Rosberg

Bahrain-Manöver sorgen weiter für Wirbel

Rosberg Alonso GP Bahrain 2012 Foto: xpb 46 Bilder

Die harten Verteidigungsmanöver von Nico Rosberg in Bahrain sind auch drei Wochen danach in Barcelona noch ein Thema. In der Fahrerbesprechung wollen die Piloten noch einmal darüber diskutieren. Rosberg selbst kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen.

10.05.2012 Tobias Grüner

Gerne hätte Nico Rosberg in seiner Presserunde Auskunft über die Chancen von Mercedes in Barcelona oder zu den Fortschritten der vergangenen Testwoche von Mugello gegeben. Die englischen Journalisten interessierte aber nur ein Thema: die Verteidigungsaktionen gegen Lewis Hamilton und Fernando Alonso in Bahrain.

Beim Rennen in der Wüste hatte der Mercedes-Pilot kompromisslos seine Position verteidigt und jeweils die Tür auf der Innenbahn zugeworfen. Hamilton konnte trotzdem auf dem dreckigen Asphaltstück neben der Strecke überholen. Alonso kam nicht vorbei und musste ebenfalls in den Staub ausweichen.

Vettel macht sich über Alonso lustig

Nach dem Rennen hatten sich beide Piloten bitterlich beklagt, wie gefährlich Rosbergs Verteidigungsmanöver waren. Die Rennleitung untersuchte den Vorfall, verzichtete aber auf eine Strafe gegen den Deutschen. "Die Manöver waren sicher hart", gab der angeklagte Pilot zu. "Aber sie waren fair. Und ich wollte damit bestimmt niemanden in Gefahr bringen."

Fernando Alonso wollte sich zu dem Thema lieber nicht mehr äußern. In der offiziellen FIA-Pressekonferenz machte sich aber Konkurrent Sebastian Vettel ein wenig lustig über den Spanier. "You always have to leave the space", wiederholte er in spanischem Akzent genau die Worte, mit denen sich der Ferrari-Pilot über Funk beschwert hatte. Außerdem erinnerte Vettel Alonso daran, dass er im Vorjahr in Monza selbst vom Spanier aufs Gras geschickt wurde. Alonso giftete zurück. "Du bist aber vorbeigekommen."

Schumacher unterstützt Teamkollege Rosberg

Unterstützung bekam Rosberg auch von Teamkollege Michael Schumacher. "Die Regeln sind klar und die Regelhüter haben gesagt, dass es in Ordnung war. Damit müssen sich nun alle abfinden. Wir reizen die Regeln immer bis an die Grenzen aus. Es gibt keine Geschenke."

Hamiltons Teamkollege Jenson Button sah das Ganze nicht so locker. "Wenn die Rennleitung das erlaubt, dann machen das in Zukunft alle." Hamilton selbst versuchte die Situation herunterzuspielen. "Es war ein toller Zweikampf. Ich hatte meinen Frontflügel schon neben ihm und konnte nicht einfach bremsen. Wenn da eine Mauer gestanden hätte, wäre es interessant geworden."

Das Thema soll nun noch einmal in der Fahrerbesprechung am Freitag thematisiert werden. "Wenn sich zwei Piloten in Gefahr gefühlt haben, dann müssen wir darüber reden. Es ist wichtig, dass es angesprochen wird", zeigte auch Rosberg Verständnis. "Es geht uns immer darum, die Sicherheit auf der Strecke zu verbessern. Vielleicht muss man die Regeln noch einmal präzisieren."

Rosberg: "Bei einer Mauer hätten sie früher gebremst"

Der Mercedes-Pilot ist auch nach intensiver Analyse der Fernsehbilder der Meinung, dass er nichts verkehrt gemacht hat. Man muss nur eine Wagenbreite Platz lassen, wenn man vor der Kurve wieder auf die Rennlinie zurückkehrt. Beide wussten, dass ich die Tür zumache. Wenn da eine Mauer gestanden hätte und keine asphaltierte Fläche, hätten sie schon viel früher gebremst", analysierte Rosberg die Situation. Auf die Frage ob er in einer ähnlichen Situation noch einmal so handeln würde, zögerte Rosberg zunächst, antwortete dann aber doch: "Wahrscheinlich schon."

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