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Nico Rosberg bricht alle Rekorde

Vorfreude auf das Re-Match

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1-Test - Barcelona - 1. März 2015 Foto: xpb 20 Bilder

Nico Rosberg war der Star der Barcelona-Tests. Der Mercedes-Pilot markierte mit 1.22,792 Minuten die schnellste Rundenzeit der letzten acht Testtage. Und er ist der Mann mit den meisten Testkilometern im Winter. Jetzt freut er sich auf das Revanche-Duell mit Lewis Hamilton.

01.03.2015 Michael Schmidt

Für Nico Rosberg lief dieser Testwinter fast nach Plan. Sieht man einmal von der Nervenentzündung im Nacken zu Beginn der Barcelona-Testfahrten ab. Das Problem wurde dank einer neuen Sitzposition in seinem Mercedes schnell behoben. Obwohl er sich an diesem Tag nach einer Renndistanz eine Ruhepause gönnte, war Rosberg der Mann mit den meisten Runden. An seinen sechs Einsatztagen legte er 3.463 Kilometer zurück. Mehr als jeder andere Fahrer im Feld.

Für Rosberg ein wichtiger Faktor: "Du kannst gar nicht genug fahren. Ein Tennisspieler steht jeden Tag im Training. Wir haben im Winter nur sechs Tage Zeit. Da zählt jeder Kilometer. Du merkst es am ersten Testtag, wie sehr dir das Fahren fehlt. Da bist du noch richtig eingerostet."

Nur Rosberg unter 1.23er Schallmauer

Rosberg war auch der schnellste Mann von Barcelona. Mit 1.22,792 Minuten knackte er als einziger die 1,23er Schallmauer. Entsprechend optimistisch fällt auch sein Fazit aus: "Ich bin mit den Testfahrten zufrieden. Unsere Jungs haben einen guten Job gemacht. Wir haben wieder ein sehr schnelles Auto. Für die ersten Rennen können wir wirklich optimistisch sein."

Die einzige Sorge ist die Zuverlässigkeit. Der Mercedes kam nicht ungeschoren durch die insgesamt 12 Testtage von Jerez und Barcelona. "Bei dieser komplexen Technik ist das völlig normal. Gerade am Anfang ist das immer noch eine riesige Herausforderung. Die Standfestigkeit war im Vorjahr unser Schwachpunkt. Wir sind aber auf einem guten Weg."

Rosberg übte mit weichen Reifen für Melbourne

Am letzten Testtag konzentrierte sich Rosberg auf Dauerläufe. Deshalb taucht sein Name in der Zeitenliste mit 1.25,186 Minuten auch nur an drittletzter Stelle auf. "Heute war ein ungewöhnlicher Tag", rekapituliert der Wintertest-König. "Es war so warm wie noch nie, und die Bedingungen waren so konstant wie noch nie. Ideal für Longruns. Wir sind immer mit der gleichen Spritmenge gefahren und haben viel mit dem Setup herumgespielt."

Am Ende übte Rosberg bereits für Melbourne. Er ging mit weichen Reifen auf die Reise. "Diese Reifen werden wir auch in Australien haben, und ich kann euch sagen, das wird eine heiße Nummer." Man sah es am starken Abbau der weichen Sohlen über die Distanz.

Die Niederlage von Abu Dhabi ist bereits voll verdaut. Rosberg befindet sich schon wieder voll im Rennmodus. "Es war überhaupt nicht schwer, den Dynamo wieder anzuwerfen. Deshalb habe ich mich gleich nach dem letzten Rennen für den Abu Dhabi-Test gemeldet, um daraus einen kleinen Vorteil für dieses Jahr zu ziehen. Ich bekomme jetzt eine zweite Chance und freue mich auf das Re-Match mit Lewis."

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