Rosberg: Ich habe letzten Winter damit angefangen. Mein Physio macht den Iron Man. Da habe ich mir gesagt: Probiere ich auch mal.
Rosberg: Ich habe mit Laufen und Fahrradfahren angefangen. Das macht mir sowieso Spaß. Und dann kam halt noch das Schwimmen dazu. Damit hatte ich die drei Disziplinen schon zusammen. Da habe ich mir gedacht, dass ich dann auch gleich an Wettkämpfen teilnehmen könnte.
Rosberg: Immer zwei Disziplinen am Tag. Laufen und Schwimmen zusammen, dann lange Fahrradfahren und kurz Schwimmen. Damit ist der Vormittag ausgefüllt. Am Nachmittag muss ich auch noch mein Formel 1-Training unterbringen. Allgemeine Fitness, Koordination, Halstraining, Klettern. Mit dem Klettern habe ich jetzt aufgehört. Ich habe andere Möglichkeiten gefunden, meine Unterarme zu trainieren. Nach drei Tagen Training lege ich einen Ruhetag ein. Da kommt man pro Woche auf 14 bis 15 Stunden.
Rosberg: Die Olympische. Das wären 1,5 Kilometer schwimmen, 40 Kilometer Fahrrad und zehn Kilometer laufen.
Rosberg: Der fand letztes Jahr in Kitzbühel statt. 250 bis 300 Teilnehmer, ich mittendrin. Ein paar Kumpels waren dabei, und wir haben am Tag davor um Mitternacht zuhause noch die Wechsel vom Schwimmen zum Fahrradfahren geprobt. Morgens um fünf Uhr ging es los. Wetter war okay. Wir kamen fast noch zu spät, alles war ein bisschen hektisch, und dann ging es mit Schwimmen im Schwarzsee auch schon los. Das war totales Chaos. Alle springen gleichzeitig ins Wasser. Ich hatte einen super Start, aber da gab es natürlich schnellere Schwimmer als ich. Die sind nicht etwas links oder rechts vorbei, nein einer hatte es so eilig, dass er über mich drüber geschwommen ist. Kein Witz. Er hat mich mit dem Ellbogen unter Wasser gedrückt und über mich weg. Ich hatte Wasser geschluckt, musste eine Minute lang husten und kam erst einmal richtig aus meinem Rhythmus. Du darfst dann auf keinen Fall mit dem Brustschwimmen anfangen, weil sonst von hinten noch mehr Schwimmer kommen. Radfahren war super. Die hatten ein richtig steiles Stück in dem Parcours. Laufen war dann die Hölle. Da habe ich echt gelitten.
Rosberg: 2:07 Stunden. Ich war 43. Damit war ich echt zufrieden. Okay, die Superstars schaffen das in 1:46 Stunden, aber für den Anfang war es nicht schlecht.
Rosberg: Ja, wenn mir meine Knie keinen Streich spielen. Ich habe ein bisschen Probleme mit ihnen, weil ich O-Beine habe. Da könnte die Marathon-Distanz ein Problem werden. Ende November habe ich meinen ersten Halb-Marathon ohne Probleme geschafft. Das gibt mir Mut.
Rosberg: Nein, auch nicht. So 120 bis 130 Kilometer bin ich schon am Stück gestrampelt.
Rosberg: Das ist schon heftig. Laufen fällt mir leichter.
Rosberg: In meiner Kitzbühel-Form war ich auf ähnlichem Niveau wie er. Ich glaube aber, dass er speziell für Triathlon mehr trainiert als ich. Mir ist mein Formel 1-Training wichtiger.
Rosberg: Auf gar keinen Fall. Es ist immer noch sehr anstrengend, vor allem von der Konzentration her. Wenn du gut trainiert bist, kann das eben das entscheidende Etwas mehr sein am Ende eines Rennens.
Rosberg: Du hast heute Zeit, auch ein paar andere Dinge zu tun. Vor ein paar Jahres war es ein echtes Vollgas-Leben ohne Pausen. Jetzt kannst du auch mal ein Buch lesen. Mich interessieren die unterschiedlichsten Dinge, zur Zeit lese ich gerade viel über die Finanzkrise. Ich versuche das zu verstehen.
Rosberg: Mein Eindruck ist, dass er gerettet wird. Wenn der Leidensdruck genügend groß ist, lassen die sich schon was einfallen. Die Politiker haben da schon noch ein paar Stellmöglichkeiten einzugreifen. Und wenn im letzten Schritt die Notenpresse angeworfen werden müsste.
Rosberg: Das ist schon wichtig. So kurz nach der Saison bin ich in so einer Phase. Da wird alles reduziert. E-Mails, Handy.
Rosberg: Es war schon immer kompliziert. Selbst wenn das Lenkrad keine Knöpfe hätte, müsstest du dich ständig an dein Auto anpassen. Jede Runde ist anders. Es ist vielleicht heute mehr Arbeit im Cockpit, weil man so viel einstellen kann.
Rosberg: Das ist nie der Fall. Da kann man sich immer steigern.
Rosberg: Schon, aber auch da gibt es keine Grenzen.
Rosberg: Da ist so viel los. Ich nehme mal die ersten drei Kurven in Brasilien. Kurve eins: Differenzial und Bremsbalance in eine andere Position. Vor der Kurve DRS deaktivieren. Aus der Kurve raus KERS und Heckflügel aktivieren, Bremsbalance nachjustieren und Differenzial so verstellen, dass das Untersteuern so gering wie möglich ausfällt. Und dann kommt noch ein Knopf, den ich jetzt nicht verrate. Und das ist in allen Kurven so. Das Problem ist, dass es mit Drücken allein nicht getan ist. Die Einstellung muss perfektioniert werden für die jeweilige Kurve. Und das ist im Rennen jede Runde anders, weil das Auto leichter wird und die Reifen mit der Distanz nachlassen.
Rosberg: Das ist keine Schwierigkeit, die rechte Hand vom Lenkrad zu nehmen. Da gewöhnt man sich schnell dran. Mein Vater sagt immer: Ihr seid heute alles Warmduscher. Ich sage ihm: Es ist heute schwieriger.
Rosberg: Wir sind halt talentierter.
Rosberg: Die Herausforderung ist heute eine andere. Natürlich sind die Autos heute perfekter, aber gerade die zu optimieren, darin liegt die Schwierigkeit. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Früher gab es Probleme am Auto, von denen wusste der Fahrer gar nichts, weil es keine Datenerfassung gab. Heutzutage weiß ich ganz genau, was meine Reifen wann in einer Kurve machen. Ich kann sehen, wann die einzelnen Räder voll ein- oder ausgefedert sind und mich beim Fahren danach richten. In der Generation meines Vaters ist man dann halt abgeflogen.
Rosberg: Für damals. Das macht wahrscheinlich noch ein bisschen mehr Spaß beim Fahren. Ich bin das Autos meines Vaters in Silverstone mal gefahren. Das war wie ein Go-Kart.
Rosberg: Das ist schwer zu beurteilen. Auf ein einzelnes Rennen wirkt es sich vielleicht gar nicht aus. Aber über eine lange Saison hilft Fitness schon. Man ist einfach wacher und frischer, weil man sich schneller erholt.





