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Nico Rosberg

Garantieschein für WM-Punkte

GP Europa 2009 Foto: dpa 60 Bilder

Nico Rosberg ist für Williams die beste Lebensversicherung. In elf Rennen hat der Deutsche neun Mal gepunktet. Mit 29,5 Zählern steht er auf Rang fünf der Gesamtwertung. Damit hat er seinen eigenen Punkterekord von 2007 mit 20 Zählern längst übertroffen.

25.08.2009 Michael Schmidt

Eines lässt sich schon jetzt, nach elf von 17 Rennen sagen. Es ist die beste Formel 1-Saison von Nico Rosberg. Nach knapp zwei Dritteln der Saison hat er bereits 9,5 Punkte mehr auf dem Konto als 2007, seinem bislang erfolgreichsten Jahr. Rosberg in den Punkterängen ist für Zocker eine sichere Bank. Seit dem GP Spanien kam der Williams-Pilot ununterbrochen unter den ersten Acht ins Ziel - sieben Mal in Folge. Nur der heiß ersehnte Podestplatz ist noch nicht dabei.

Williams ist je nach Rennstrecke dritte, vierte oder fünfte Kraft im Feld. In Valencia waren Brawn GP, McLaren-Mercedes und Ferrari stärker. Mit den Red Bull konnte Rosberg mithalten. Am Ende kam Platz fünf dabei heraus, nur 0,838 Sekunden hinter dem Vierten Heikki Kovalainen. Gemessen an den Entwicklungsschritten zuvor kam Williams mit eher kleinen Änderungen nach Spanien. Es gab leichte Retuschen am Diffusor und einige Modifikationen an der Aufhängung, aber eher mit Blickrichtung Standfestigkeit.

Haben andere Teams getrickst?

Rod Nelson, der leitende Ingenieur an der Strecke, wunderte sich, wie BMW, McLaren oder Force India mit großen Entwicklungsstufen in Valencia aufwarten konnten. "Wir haben uns an die Sommerpause gehalten. Da war einfach nicht mehr drin wie diese kleinen Modifikationen. Die anderen müssen Arbeit an externe Firmen gegeben haben, sonst ist das gar nicht möglich."

Rosberg lobt: "Unser Auto geht auf jeder Strecke gut, und wir treffen auch fast immer die richtige Abstimmung." Das hörte sich im letzten Jahr noch ganz anders an. Laut Rod Nelson wird bei der Abstimmungsarbeit in Valencia von den Fahrern viel Disziplin verlangt. "Die Zeit wird in den Sektoren 1 und 2 gemacht, weil da die langsamen Kurven sind. Dafür braucht man ein leicht übersteuerndes Auto. Im letzten Abschnit mit den schnellen Ecken hätten die Fahrer lieber ein leichtes Untersteuern. Da fühlen sie sich wohler, wenn sie volle Kanne so eng an den Mauern vorbei diese Passage nehmen. Würden wir die Abstimmung auf Untersteuern auslegen, damit sich die Fahrer wohlfühlen, ginge anderswo zuviel Zeit verloren. Also müssen sie sich zwingen mit dem Übersteuern in den schnellen Kurven zu leben."

Nakajima vor dem Abschied

Für 2010 ist bei Williams noch alles offen. Man kämpft um Nico Rosberg und will sich von Kazuki Nakajima trennen. Wenn Rosberg geht, stehen Robert Kubica, Kimi Räikkönen, Rubens Barrichello, Nick Heidfeld und Heikki Kovalainen auf der Liste, je nachdem, wer wo im Transferkarussell landet. "Wir sind für Fahrer wieder ein attraktives Team geworden."
 
Nico Hülkenbergs Sieg im GP2-Sprint von Valencia war ein weiterer Schritt in das zweite Williams-Cockpit. Das einzige Problem für ihn wäre, wenn Rosberg bleibt. Es ist nur schwer vorstellbar, dass Williams mit zwei Deutschen fährt. Dafür überlegt man bei Williams den Motorenpartner zu wechseln. Statt Toyota steht Renault auf dem Radarschirm. Mit den französischen Motoren käme Benzinsponsor Total, wird gemunkelt.

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