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Nico Rosberg warnt

"Haben nicht die echten Ferrari gesehen"

Nico Rosberg - GP Bahrain 2016 Foto: xpb 110 Bilder

Nico Rosberg hat auch das zweite Rennen in Bahrain souverän gewonnen. Viel Gegenwehr bekam der Deutsche dabei nicht. Nach der Zieldurchfahrt erklärte er, wie schwierig der fünfte Sieg in Folge wirklich war und warum man Ferrari nicht unterschätzen dürfe.

03.04.2016 Tobias Grüner

Der 16. Sieg in der Karriere von Nico Rosberg war wohl einer der einfachsten. Schon nach wenigen Metern hatten sich alle Konkurrenten selbst eliminiert. Sebastian Vettel fiel in der Formationsrunde mit Motorschaden aus, Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari erwischte einen schlechten Start und fiel auf Rang 5 zurück. Teamkollege Lewis Hamilton kollidierte in der ersten Kurve mit Valtteri Bottas und fand sich mit einem beschädigten Auto auf Platz 7 wieder.

Rosberg im Schongang zum Sieg

Als sich seine Gegner sortiert hatten, war Rosberg schon längst über alle Berge. "Der Start war schon die halbe Miete. Danach hatte ich alles unter Kontrolle. Wir sind mit der Strategie auf Nummer sicher gegangen, haben uns bei den Boxenstopps Zeit gelassen und wollten das Rennen einfach nach Hause fahren."

Mercedes wechselte sogar auf eine 3-Stopp-Taktik, um das Risiko eines Safety-Cars abzufangen. "Es hätte sicher schnellere Strategien gegeben. Wir sind aber kein Risiko gegangen heute", so Rosberg nüchtern. Auch im Cockpit habe er nie ans Limit gehen müssen. Der Deutsche musste einfach nur die Runden abspulen, was vor allem vom Kopf her nicht so einfach war.

"Das Rennen hat sich angefühlt wie 6 Stunden. Das war das längste Rennen, an das ich mich erinnern kann", berichtete der Pilot später. "Ich habe ständig die Rundenzahl auf dem Display angeschaut und immer gedacht, warum es noch so lange dauert. Aber ich wusste: Wenn ich meinen Job erledige, dann können die mich nicht mehr einholen."

Hamilton hat einfach keinen Lauf

Für Rosberg war es bereits der fünfte Sieg in Folge. Der Wahlmonegasse hat selbst keine Erklärung, wie diese Serie zustande kam: "Ich habe meine Einstellung nicht geändert. Auch im letzten Jahr habe ich immer Vollgas gegeben. Aber es lief oft nicht in meine Richtung. Jetzt schwingt das Pendel einfach anders. Sonst gibt es keinen Unterschied. Ich weiß aber auch, dass Lewis zurückschlagen wird. Er war in den letzten 2 Jahren einfach zu stark."

Hamilton gab sich nach dem Rennen versöhnlich. Wie schon in Australien zeigte der Weltmeister keine Spur von Frust. Im Silberpfeil-Duell ist momentan offenbar Ruhe eingekehrt. "Wir fighten hart da draußen. Da ist es klar, dass es mal Schwankungen gibt. Aber generell ist die Stimmung im Team gerade genial. Die Atmosphäre ist so gut wie nie", erklärte Rosberg.

Rosberg warnt weiter vor Ferrari

Nicht nur den Teamkollegen hat Rosberg auf der Rechnung. Auch vor Ferrari warnt der Deutsche weiterhin, obwohl Räikkönen in der WM-Wertung nun schon 32 Punkte zurückliegt: "Kimi hat eine gute Pace im Rennen gehabt. Sie sind nah dran. Das hat man schon im Qualifying gesehen. Sie konnten bisher aber noch nicht ihr ganzes Potenzial zeigen. Sie hatten einige Probleme, die sie zurückgeworfen haben. Wir haben die echten Ferrari noch gar nicht gesehen."

In 14 Tagen steht das Rennen in Shanghai auf dem Programm. Rosberg peilt bereits Erfolg Nummer 6 in Serie an: "In China habe ich meinen ersten Sieg gefeiert. Das sind tolle Erinnerungen. Unser Auto läuft dort immer ganz besonders gut."

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