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Nico Rosberg zu Besuch in Stuttgart

"Ich bin happy mit Startnummer acht"

Nico Rosberg Foto: xpb 110 Bilder

Nico Rosberg kam am Dienstag (25.1.) nach Stuttgart, wo er sich den Fragen von 600 Lesern der Stuttgarter Zeitung stellte. Der Mercedes-Star sprach über seinen neuen Haarschnitt, Michael Schumacher, die Startnummer und den verstellbaren Heckflügel.

26.01.2011 Michael Schmidt

Nico Rosberg beginnt die Saison mit einem neuen Outfit. Sein Kurzhaarschnitt ist kein Fehltritt des Friseurs und auch kein Experiment. "Für mich ist es ein Zeichen für einen Neuanfang mit Erfolgen im Silberpfeil", erzählte der Mercedes-Pilot auf einer Leserveranstaltung der Stuttgarter Zeitung. Was er sich von der nächsten Saison erwartet ist klar. Der erste Sieg muss jetzt endlich her. Doch wenige Tage vor den ersten Testfahrten sind Prognosen Schall und Rauch. Selbst wenn die eigenen Windkanaldaten viel versprechen, wer weiß schon, was die Konkurrenz im Köcher hat.

Deshalb plauderte der 25-jährige Deutsche vor rund 600 Besuchern über Themen rund um seinen Job. Zum Beispiel das Training. "Ich bin ein großer Triathlon-Fan. Das passt ideal in mein Trainingsprogramm. Gleich nach der Saison war aber erst mal Auspannen angesagt. Ich war ausgebrannt. Mein Körper brauchte eine Auszeit. Heute kann ich sagen: Das hat mir sehr gut getan. Ich fühle mich so fit wie noch nie."

Rosberg erwartet hartes Duell gegen Schumi

Fitness gehört zur Grundausstattung eines Rennfahrers. "Am schlimmsten ist die Hitze in diesen Autos. Bei hohen Außentemperaturen wird es im Auto so heiß, dass du nach einer Stunde denkst, es geht nicht mehr. Es ist nur noch grausam. Da macht das Fahren null Spaß."

Auf die Frage zu Fernando Alonsos Lob über Michael Schumacher hätte Rosberg am liebsten seinen Chef Norbert Haug antworten lassen, doch der spielte den Ball zu seinem Fahrer zurück. "Ich habe es letztes Jahr geschafft, Michael zu schlagen", betont der Blondschopf, schränkt aber ein: "Das muss nicht heißen, dass es 2011 automatisch wieder so sein wird. Ich gehen davon aus, dass es extrem schwierig gegen ihn wird."

Rosberg: "Ich wollte starken Teamkollegen"

Rosberg räumt auch gleich mit dem Gerücht auf, dass die Verpflichtung des siebenfachen Weltmeisters vor einem Jahr ein Schock für ihn gewesen sei: "Im Gegenteil. Als es noch offen war, wer das zweite Auto fahren würde, habe ich mir Michael als Teamkollege gewünscht. Ich hatte die zwei Jahre davor nicht so starke Teamkollegen und wollte mal wieder einen, der mich herausfordert. Es ist auch für meinen Marktwert gut, wenn ich einen wie Michael schlage. Die Leute draußen vergleichen dich mit deinem Teamkollegen, und wenn du vor Michael stehst, dann ist das für dich ein wichtiger Schritt."

Angst davor, gegen Schumacher unterzugehen, hatte der WM-Siebte des Vorjahres nicht. "Mir war klar, dass Michael nur zurückkommt, wenn er davon überzeugt ist, dass er es noch draufhat und gewinnen kann. Gegen einen wie ihn zu verlieren, das muss ich akzeptieren können."

Schumacher will unbedingt Startnummer Sieben

Nachdem es im letzten Jahr einigen Wirbel um die Startnummer gegeben hat, weil Schumacher auf die "3" pochte, die bereits an Rosberg vergeben war, ging die Startnummernverteilung diesmal harmonisch über die Bühne. Der vierte Platz im Konstrukteurspokal schanzte Mercedes die Nummern 7 und 8 zu.

"Wir haben uns vor einem Monat im Team darüber unterhalten. Michael wollte unbedingt die 7", erzählt Rosberg belustigt. "Erstens, weil er abergläubisch ist und glaubt, dass ihm ungerade Nummern Glück bringen, und zweitens weil die 7 für seine sieben Weltmeistertitel steht. Ich hatte kein Problem damit. Die 7 hat mir in meiner Rennfahrerkarriere immer Pech gebracht. Deshalb bin ich happy mit der 8."

Rosberg hat Mühe beim Tasten-Ballett

Aus technischer Sicht stehen in dieser Saison die Rückkehr von KERS und der verstellbare Heckflügel im Blickpunkt. Nico Rosberg hat ein erstes Trockentraining bereits hinter sich: "Ich war am Montag in England in unserem Simulator und habe mit dem neuen Lenkrad geübt. Das Ganze ist jetzt noch komplexer mit den Knöpfen für KERS und für den Heckflügel. Da ist es wichtig, dass die Betätigung in Fleisch und Blut übergeht. Ich hatte am Anfang echt Mühe. Du musst so viele Dinge gleichzeitig beachten", gibt Rosberg zu.

"Wenn du auf die Gerade kommst drückst du den KERS-Knopf und musst ihn halten. Dann geht eine Lampe an, dass du den Heckflügel flach stellen darfst. Da musst du den nächsten Knopf drücken, aber nur einmal. Den anderen musst Du loslassen, wenn der Energiespeicher leer ist. Vor dem Bremsen musst du schauen, dass der Heckflügel wieder in Normalstellung kommt, sonst hast du ein Problem. Dazwischen musst du vielleicht noch die Bremsbalance verstellen. Bremsen und Lenken sollst du auch noch. Da kommt einiges auf uns Fahrer zu."

Rosberg: "Moderne Autos sind relativ sicher"

Angst im Cockpit, das ist passé. Kohlefaser sei dank. "Die Angst fährt nicht mehr mit", bestätigt Rosberg, "dafür aber Respekt. Es kann immer noch etwas passieren. Bei einem normalen Unfall bist du in unseren Autos relativ sicher, aber es gibt auch ganz verrückte Konstellationen. So wie Felipe Massa mit der Feder 2009 in Ungarn. Oder dem Michael beim letzten Rennen in Abu Dhabi. Wenn der Liuzzi nur ein bisschen anders auf Michaels Auto drauffährt, da reichen fünf Zentimeter, dann kann das böse ins Auge gehen."

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