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Nico Rosberg

"Man muss Geduld haben"

Foto: Daniel Reinhard 14 Bilder

Nach fulminantem Start mit einem überraschenden dritten Platz in Melbourne lief die Formel-1-Saison für Nico Rosberg eher enttäuschend. Im Interview spricht der 23-jährige Williams-Pilot über seine Erwartungen für den Rest der Saison und seine weitere Entwicklung.

01.08.2008

Sie haben jetzt fünfmal nacheinander Punkte verpasst. Befürchten Sie beim Großen Preis von Ungarn eine Fortsetzung dieser schwarzen Serie?
Rosberg: Oh, schon fünfmal. Dann wird es Zeit, dass sich das ändert. Obwohl unser Williams-Toyota konkurrenzfähig war, haben wir in einigen der zurückliegenden Rennen keine Punkte gesammelt, weil wir in Unfälle verwickelt waren. Aber bezüglich der Geschwindigkeit waren wir dabei. Der Hungaroring liegt uns besser. Da ist ein weiches Auto gefragt. Er ist ein ziemlich anderer Kurs als die zurückliegenden, er ist mit Monaco vergleichbar. Da ist ein anderes Set-Up gefragt. Zudem ist es in Budapest immer sehr heiß, weshalb das Rennen sehr hart ist. Mit der Hitze kommt keiner wirklich klar. Aber ich fühle mich sehr fit und hoffe so auf einen kleinen Vorteil gegenüber anderen.

Was ist auf dem Hungaroring realistisch gerechnet für Sie drin?
Rosberg: Bei einem guten Qualifying sind Punkte drin. Wir hatten im Vorjahr ein gutes Qualifying und waren dann im Rennen gut unterwegs. Ich denke, wir können zuversichtlich sein, dass wir konkurrenzfähig sind und ein gutes Wochenende erleben werden. Das heißt, ein paar Punkte holen.

Ihr dritter Rang beim Saisonauftakt in Melbourne, bei dem Ihr Teamkollege Kazuki Nakajima zudem Sechster wurde, hat große Hoffnungen geweckt. Seither ging es mit Williams aber steil bergab und Sie haben nur noch zwei Zähler geholt. Bestehen noch Chancen auf eine Trendwende?
Rosberg: Ja, wir sind zurückgefallen. Red Bull, Toyota und Renault, mit denen wir uns vergleichen können, sind jetzt einfach schneller. Es ist fraglich, ob wir den Rückstand schon in Ungarn aufholen können. Aber bei Williams arbeiten wirklich alle hart. Zudem kommen jetzt Kurse, die uns liegen sollten. Budapest, wie gesagt, Valencia und vielleicht auch Singapur. Ich denke, wir werden in der restlichen Saison einige gute Rennen haben.

McLaren-Mercedes wollte Sie eigentlich schon für diese Saison als Nachfolger des zweifachen Champions Fernando Alonso verpflichten. Ihr Teamchef Frank Williams hat das letztlich verhindert. Trauern Sie der verpassten Chance, sich direkt mit WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im gleichen Team messen zu können, manchmal im stillen Kämmerlein nach?
Rosberg: Ich bereue nichts. Das würde mir nicht weiterhelfen. Ich schaue immer nach vorne und versuche, die Entscheidungen zu treffen, die für mich in dem Moment die richtigen sind. Ich bin sicher, meine Zeit wird kommen und ich werde mir Rad-an-Rad-Duelle mit Lewis liefern können. Manchmal dauert es auch etwas länger, bis man die Chance hat, zu einem guten Team zu gehen. Man muss Geduld haben. Zudem gibt es nächstes Jahr ein völlig neues Reglement und wir sind dann vielleicht wieder ganz vorne dabei.

Dann lässt es Sie kalt, dass Heikki Kovalainen auch in der kommenden Saison im Silberpfeil sitzt, wie jetzt bestätigt?
Rosberg: Es ist toll für Heikki, dass er für so ein tolles Team fährt. An meiner Situation ändert das nichts.

Jeder junge Pilot träumt von einem Cockpit bei einem Top-Team. Würden Sie lieber einen Ferrari oder einen McLaren-Mercedes steuern, wenn Sie freie Wahl hätten?
Rosberg: Natürlich will jeder gerne in einem Siegerauto sitzen. Speziell heutzutage spielt das Auto eine wichtige Rolle. Es gibt nur ein paar entsprechende Cockpits und nicht jeder kann eines bekommen. Deshalb muss man Geduld haben und das Bestmögliche in seinem Rennwagen zeigen. Man muss eine gute Atmosphäre um sich herum schaffen und dem ganzen Team bei der Weiterentwicklung helfen. Ich vertraue darauf, dass Williams sich verbessert. Sonst hätte ich für 2009 nicht unterschrieben. Ich nehme immer Mika Häkkinen als Beispiel. Er musste sechs Jahre warten, bis er Weltmeister wurde. Ich bin gerade meine drittes Jahr in der Formel 1.

Timo Glock hat kürzlich erklärt, mit Toyota 2010 Weltmeister werden zu wollen. Wie sieht Ihre Karriere-Planung aus?
Rosberg: Ich will Weltmeister werden!

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