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Nico Rosberg

"Manche fahren lebensgefährlich"

Nico Rosberg Foto: dpa 61 Bilder

Nico Rosberg plädiert für härtere Strafen für gefährliches Fahren auf der Rennstrecke. Anlass zur Kritik sind die wilden Fahrmanöver einiger Kollegen beim GP Brasilien vor 14 Tagen. Die Gesundheit der Piloten sei dabei ernsthaft gefährdet gewesen.

31.10.2009 Michael Schmidt

Nicht alle Fahrer haben die Vorkommnisse beim GP Brasilien einfach so abgehakt. Nico Rosberg fordert die Rennkommissare auf, in Zukunft härter durchzufahren. "Was einige meiner Kollegen da aufgeführt haben, war absolut lebensgefährlich." Rosberg denkt dabei an Mark Webber und Kamui Kobayashi. Webber hatte in der Startrunde Kimi Räikkönen ins Gras abgedrängt, was den Ferrari-Fahrer den Frontflügel kostete.

Piloten müssen untereinander vertrauen

"Es hätte schlimmer enden können", meint Augenzeuge Rosberg. "Mark ist einmal nach links gezogen, aber da war immer noch Platz. Deshalb ist Kimi in die Lücke gefahren. Er ging davon aus, dass es bei dem einmaligen Spurwechsel bleibt. Darauf musst du dich als Fahrer auch verlassen können. Es wäre absoluter Wahnsinn, da mit Gottvertrauen reinzustechen, wenn du annehmen musst, dass der andere nochmal rüberzieht. Du kannst dann nicht mehr reagieren bei dem Speed, den wir draufhaben."

Gleiches Spiel mitten im Rennen mit den Japanern Kamui Kobayashi und Kazuki Nakajima. Nur die Folgen waren gravierender. "Kazuki konnte nicht mehr ausweichen. Sein Auto hat vorne bei 300 km/h abgehoben. Das ist wirklich kein Spaß. Da können die schlimmsten Unfälle passieren, weil dein Auto nicht mehr lenkbar ist."

Gefährlicher Spurwechsel

Auch Kobayashis Manöver im Kampf gegen Jenson Button fanden bei Rosberg keinen Anklang. "Er hat beim Bremsen zwei Mal die Spur gewechselt. Das ist total gefährlich, weil der Hintermann nach einem Spurwechsel glaubt, dass er den Rest der Straße benutzen kann. Solche Missverständnisse können zu Riesenunfällen führen."

Rosberg plädiert deshalb für mehr Härte im Büro der Rennleitung: "An erster Stelle steht unsere Gesundheit. Wenn sie konsequent hart durchgreifen, wird auch nicht mehr so rücksichtslos gefahren." Einige Kollegen von Rosberg befürchten, dass dann eine Serie von Strafen über die Formel 1 hereinbricht. Ihr Tenor: Bei strittigen Fragen lieber erst nach dem Rennen in Ruhe entscheiden.

Punktabzug nach dem Rennen

Rosberg hat nichts gegen dieses Procedere: "Die Kommissare können sich die Szenen nach dem Rennen in Ruhe anschauen, und dann je nach Schwere des Vergehens Punkte abziehen." Einige Strafen sind laut Rosberg keine Strafen. "Webber bekam am Nürburgring für seine Kollision mit Barrichello eine Durchfahrtsstrafe. Aber er war so überlegen, dass sie ihn gar nicht gestört hat. Wo ist da die Strafe? Mich hat meine Durchfahrtsstrafe in Malaysia dagegen komplett gekillt."

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