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Nico Rosberg

"Andere mit größeren Fortschritten"

Nico Rosberg GP USA 2012 Foto: xpb 110 Bilder

Zwei Rennen vor Saisonende: Es ist Zeit, Bilanz zu ziehen. Nico Rosberg sieht bei Mercedes nicht alles schlecht. Für die Rückwärtsbewegung zu Saisonmitte gibt es Gründe. Die Entwicklungen sind auch alle punktgenau auf der Rennstrecke angekommen. "Leider haben andere mehr Fortschritte gemacht als wir."

16.11.2012 Michael Schmidt

Für Mercedes könnte es noch eng werden. Das Team der Silberpfeile spürt den heißen Atem von Sauber. Wenn die Eidgenossen noch 13 Punkte gutmachen, geht der fünfte Platz im Konstrukteurspokal in die Schweiz. "Wir müssen es hier schaffen", fordert Sauber-Teammanager Beat Zehnder. "Das ist unser Streckenlayout. In Interlagos kann wieder alles passieren."

Windkanal-Umstellung kostet Mercedes Zeit

Eigentlich wäre es ein Armutszeugnis für ein Team wie Mercedes, wenn man sich hinter Sauber anstellen müsste. Trotzdem sehen das Management und die Fahrer auch positive Ansätze. "Gut war zunächst einmal, dass wir mit einem deutlich besseren Auto in die Saison eingestiegen sind als in den Jahren zuvor", gibt Michael Schumacher zu bedenken. Nico Rosberg fügt hinzu: "In Shanghai und Monte Carlo hatten wir das beste Auto im Feld."

Doch dann geriet die Entwicklung ins Stocken. Andere machten Boden gut, Mercedes trat auf der Stelle. Rosberg erklärt: "Das ist genau die Phase, in der wir unseren Windkanal von 50- auf 60-Prozentmodelle umgebaut haben. Das hat Zeit gekostet, und genau in dieser Phase haben wir nicht so viele Fortschritte gemacht." Ross Brawn gibt zu: "Das hat uns mehr zurückgeworfen als gedacht."

Konkurrenz überholt Mercedes

Die Qualität der Werkzeuge zweifelt Mercedes-Pilot Rosberg aber nicht an. "Alle Entwicklungsstufen haben exakt so funktioniert, wie es prognostiziert wurde. Unser Auto wurde schneller, seit Melbourne um ungefähr eine Sekunde, aber leider sind die anderen Autos noch schneller geworden. Deshalb sind wir zurückgerutscht."
 
Den Vorwurf, dass der Mercedes AMGW03 zu kompliziert sei, und dass man sich damit das ein oder andere Eigentor geschossen habe, lässt Rosberg nur bedingt gelten. "Wir haben viele tolle Ideen, und vielleicht ist die ein oder andere auch kompliziert. Doch wenn die Basis des Autos besser wäre, würden wir über solche Themen gar nicht erst reden."

Mercedes mit Auspuff-Vergleich im Austin-Training

Für 2013 sieht Rosberg bessere Zeiten heranbrechen, auch wenn er sich mit dem Vorwurf konfrontiert sieht, ein unverbesserlicher Optimist zu sein. "Es muss im nächsten Jahr einfach klappen. Ich sehe keinen Grund, warum nicht. Wir haben bei uns eine Mega-Kompetenz im Team, und wir hatten drei Jahre Zeit, reichlich zu lernen. Wenn jetzt nicht, wann dann."
 
Das Team versucht immer noch zu lernen. Ein Teil dieses Prozesses wird im Freitagstraining stattfinden. Nico Rosberg beginnt mit einem Auto ohne Coanda-Auspuff, Michael Schumacher in der Version mit den Endrohren in den Seitenkästen. "Wir wollen Daten und Erfahrungen sammeln, um die Unterschiede besser zu verstehen", erklärt Teamchef Ross Brawn. Die generelle Entwicklungsdirektive ist jedoch klar: Sie geht Richtung Coanda.

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