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Nico Rosberg nicht zufrieden

"Das waren nur 90 Prozent heute"

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - Test - Bahrain . 27. Februar 2014 Foto: xpb 22 Bilder

Bei Mercedes sind die Erwartungen gestiegen. Platz 4 in der Zeitentabelle und der Kilometerwertung ist nicht genug für Nico Rosberg. "Das war kein fantastischer Tag", klagte der Silberpfeil-Pilot. Das neue Auto sei noch längst nicht kugelsicher.

27.02.2014 Tobias Grüner

Mercedes wird von allen Experten in die Favoritenrolle für das erste Rennen in Melbourne gehoben. Doch im Silber-Lager traut man dem Braten noch nicht. Offenbar ist die neue Technik noch längst nicht so sattelfest wie man es gerne hätte. Trotz guter Testzeiten und den meisten Kilometern gehen die Alarmglocken an. Der Auftakt in die letzte Testwoche war da ein Warnschuss zur rechten Zeit.

"Das war kein fantastischer Tag. Ich wollte eigentlich voll Attacke machen. Aber das waren nur 90 Prozent. Da hat einiges nicht so hingehauen. Deshalb bin ich nicht euphorisch", wählte Pilot Nico Rosberg klare Worte. "Klar haben wir ordentlich Runden gemacht und ein paar Dinge gelernt, aber dann sind auch wieder neue Sachen aufgetreten, die nicht 100 Prozent geklappt haben."

Mercedes mit Problemen in der Früh und am Nachmittag

Vor allem der Start und das Ende passten am Donnerstag (27.2.2014) nicht. "Wir haben in der Früh ein bisschen gebraucht, bis wir die neue Elektronik zum Laufen gebracht haben. Am Nachmittag kamen noch ein paar kleine Probleme dazu, die dazu geführt haben, dass wir früher aufhören mussten."

Je mehr die Ingenieure ausprobieren, desto mehr läuft schief. "Wir sind jetzt richtig in der Setup-Arbeit drin und versuchen das Auto schneller zu machen", erklärt Rosberg. "Jetzt geht es mehr und mehr um die Details. Das ist eigentlich gut. Aber da findet man natürlich auch immer wieder neue Probleme. Gut dass es heute so heiß war. Das sind realistische Bedingungen für die ersten Rennen. Dadurch lassen sich einige neue Probleme entdecken."

Auch Mercedes kommt nicht sicher über die Distanz

Vom grassierenden Silberpfeil-Fieber im Fahrerlager will sich der Wahlmonegasse nicht anstecken lassen. "Ich glaube nicht, dass wir weit vorne liegen. Ich denke aber, dass wir uns in einer vernünftigen Position befinden. Ich bin optimistisch, wie immer", erklärt Rosberg. Während der Speed schon zu stimmen scheint, muss Mercedes weiter an der Zuverlässigkeit arbeiten.

"Jeder hat Probleme. Wir auch", tritt Rosberg auf die Euphoriebremse. "Jeder versucht das Auto für Melbourne zuverlässig zu machen. Es sind nur noch 3 Testtage und immer noch gehen die Autos links und rechts kaputt. Das zeigt, dass jeder am Limit ist. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten. Auch für uns ist es eine riesige Herausforderung, die Zielflagge zu sehen."

Rosberg übt Rennprozeduren

Auch die komplizierten Prozeduren im Cockpit sitzen noch nicht hundertprozentig. Der 28-Jährige verbrachte seinen vorletzten Testtag mit vielen Boxenstopp-Übungen und Trainingsstarts. "Es gibt so viele Knöpfe, die man sich merken muss", schüttelt Rosberg den Kopf. "Da muss ich erst einmal durchsteigen."
 
Auch die Ingenieure sind mit dem aktuellen Stand des Silberpfeils noch nicht zufrieden. Am Donnerstag sah man die ersten Aero-Updates am Silberpfeil. So wurden zum Beispiel die seitlichen Windabweiser überarbeitet. "Es kommt noch mehr", vertröstet Rosberg. "Mit den neuen Regeln wird die Entwicklungsgeschwindigkeit extrem hoch sein. Vor allem zu Beginn der Saison."

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