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Nico Rosberg verpasst Chance

"Platz 4 im Niemandsland ist ernüchternd"

Nico Rosberg -  GP Singapur 2015 Foto: ams 110 Bilder

Nico Rosberg hat in Singapur die große Chance verpasst, von den technischen Problemen des Teamkollegens zu profitieren. Wegen der unerklärlichen Mercedes-Formschwäche wurden es nur 12 Punkte. Der Frust sitzt tief.

20.09.2015 Tobias Grüner

Im Mercedes-Camp war die Laune schon das ganze Wochenende im Keller. Doch nach dem Rennen hingen die Mundwinkel noch weiter nach unten als befürchtet. Lewis Hamilton musste wegen einer fehlerhaften Schlauchschelle zwischen Airbox und Intercooler vorzeitig aufgeben. Ihm fehlte die Boostpower. Nico Rosberg kam zwar ins Ziel, hatte aber mit der Vergabe der Podiumsplätze nichts zu tun.

Mercedes sucht nach Erklärungen

"Es ist nicht nur frustrierend, weil wir so langsam sind, sondern auch weil wir es nicht verstehen. Das ist das Schlimmste", klagte der Deutsche anschließend. Die Probleme mit den Reifen, von denen die Silberpfeile schon im Training eingebremst wurden, traten auch im Rennen auf. Ohne die beiden Safety-Car-Phasen wäre Rosberg wohl noch weiter hinten gelandet.

"Wir haben Theorien, woran es liegen könnte. Wir machen Fortschritte. Aber es dauert noch", bittet der Pilot um Geduld. Dass das Phänomen in Japan erneut auftreten wird, wollte Rosberg nicht ausschließen. "Wir sind aber eher zuversichtlich, dass es wieder normal ist. Das war schon heftig dieses Wochenende."

Probleme schon vor dem Start

Dabei fing Rosbergs Sonntag schon vor dem Rennen schlecht an. Auf dem Weg in die Startaufstellung ging dem Vizechampion 3 Mal der Motor bei Startübungen aus. "Ich musste meine Startprozedur komplett ändern. Die normale Prozedur habe ich 150 Mal geübt. Sich umzustellen war von der Konzentration schwierig. Ich musste komplett was anderes machen. Der Start war entsprechend nicht optimal."

Rosberg sah sich an 2014 erinnert. Damals wurde er von einem defekten Kabel innerhalb der Lenksäule gestoppt. "Das war fast genauso wie letztes Jahr. Da stand ich auch am Ende der Boxengasse", schüttelte der Fahrer nach dem Déjà-vu mit dem Kopf. "Ich weiß nicht genau, was das Problem war. Es ist wohl nur in der Boxengasse aufgetreten."

Vettel ist Rosberg egal

Unter diesen Umständen waren die 12 Punkte für Rang 4 fast schon positiv. Doch so wollte das Rosberg nicht sehen: "Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Auf Platz 4 im Niemandsland anzukommen ist sehr ernüchternd." Dass ihm Sebastian Vettel in der WM-Wertung nun mit nur noch 8 Punkten Rückstand auf die Pelle gerückt ist, lässt Rosberg dagegen kalt: "Ich schaue nur nach vorne. Ich möchte gewinnen. Ob 2 oder 3 ist egal. Ich möchte auf die Eins."

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