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Nico Rosberg verlängert Vertrag

Liebeserklärung an Mercedes

Nico Rosberg GP Indien 2011 Foto: Mercedes 110 Bilder

Nico Rosberg hat bei Mercedes verlängert. Die Optionen Renault und Ferrari schlug er in den Wind. Obwohl im Augenblick an Siege mit Mercedes nicht zu denken ist, macht er seinem Rennstall eine Liebeserklärung: "Es wäre das tollste, mit einem Silberpfeil zu gewinnen."

10.11.2011 Michael Schmidt

Bei Mercedes kochte in den letzten Wochen die Gerüchteküche. Nico Rosberg zu Ferrari. Michael Schumacher verlängert bis 2013. So war es auf Internetseiten und im deutschen Blätterwald zu lesen. Weder das eine, noch das andere stimmte.

"Als mich die Leute zu Ferrari schrieben und ich in Maranello gewesen sein soll, war ich mir schon mit Mercedes handelseinig", lacht Rosberg. Und Schumacher fügt hinzu. "Der Zeitpunkt, mir über meine Zukunft Gedanken zu machen, ist noch nicht gekommen. Da wissen einige Journalisten offenbar besser Bescheid als ich."

Rosberg hat bei Mercedes einen mehrjährigen Anschlussvertrag unterzeichnet. Für wie lange, wird nicht gesagt. "Jetzt könnte man vielleicht drüber sprechen, aber es kann immer Situationen geben, wo das eher nicht angebracht ist", ließ Rosberg dazu wissen. Gehen wir mal davon aus, dass er noch drei Jahre bei den Silberfeilen bleiben wird. Also bis 2014. Mit der Option, das letzte Jahr abzukürzen, sollte das Auto bis dahin nicht siegfähig sein.

Rosberg vertraut auf Mercedes-Kampfansage

Doch daran will Rosberg nicht glauben. Natürlich hat er sich nach dem enttäuschenden Saisonverlauf seine Gedanken gemacht und auch Alternativen ausgeforscht. Ohne es auszusprechen: Rosberg hatte ein Angebot von Renault, und auch Ferrari stand auf seiner Liste. Maranello sucht einen Nachfolger für Felipe Massa ab 2013.

Den Ausschlag für Rosbergs Treueschwur gab die Kampfansage der Mercedes-Chefs im Spätsommer, von Dieter Zetsche über Norbert Haug und Ross Brawn. "Mercedes war mein Wunschteam. Der entscheidende Schub für meine Entscheidung war das Bekenntnis unserer Chefs, in den nächsten Jahren Vollgas zu geben. Die Verpflichtung der Techniker Geoff Willis und Aldo Costa hat das nur noch unterstrichen. Es ist ganz klar der Wille zu erkennen, dass Mercedes das beste Team im Feld werden will."

Traum vom deutschen Sieg auf einem Silberpfeil

Dass Ferrari eine attraktive Option gewesen wäre, will Rosberg gar nicht abstreiten. Doch dann macht der Blondschopf seinem Arbeitgeber eine Liebeserklärung: "Mercedes stelle ich auf ein ähnliches Niveau wie Ferrari. Wenn ich als deutscher Fahrer auf einem Silberpfeil gewänne, dann hätte das etwas noch Größeres. Ich sehe auf Mercedes-Veranstaltungen oft Videos aus der Fangio-Zeit und stelle mir dann vor, wie es sein müsste, so wie er als Mercedes-Fahrer ganz oben zu stehen."

Rosberg ist froh, dass der Vertragspoker endlich vorbei ist. "Jetzt kann ich mich wieder voll auf das Wesentliche konzentrieren. Alle Unsicherheiten sind beseitigt. Ab sofort gilt wieder volle Attacke."

Vertragshilfe von Keke Rosberg

Rosberg zählt zu den wenigen, die noch selbst verhandeln und nicht einen Manager vorschicken. Sein Vater, der Weltmeister von 1982, ist nur noch Assistent. "Er hat sich um den Papierkram gekümmert, und dafür bin ich ihm dankbar." Und was sagt Michael Schumacher dazu, dass der Teamkollege verlängert hat. Knappe Antwort aus berufenem Mund: "Eine vernünftige Entscheidung."

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