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Nico Rosberg verschenkt Sieg

"Ich habe es einfach verhauen"

Nico Rosberg - GP Russland 2014 Foto: xpb 65 Bilder

Ein Fehler von Nico Rosberg hat den Grand Prix von Russland entschieden. Der WM-Zweite war nach dem Rennen von Sochi sichtlich niedergeschlagen. Aufgegeben hat er den Titel aber noch nicht. Rosberg erklärt, warum Russland einfach nicht seine Strecke war.

12.10.2014 Tobias Grüner

Bis zum ersten Bremspunkt machte Nico Rosberg alles richtig. Der Mercedes mit der Startnummer 6 kam gut von der Linie weg. Nach wenigen Metern setzte sich der Deutsche in den Windschatten seines Teamkollegen. Kurz vor Kurve 2 setzte Rosberg zum Manöver an. "Eigentlich war das eine einfache Situation. Ich war ja schon vorbei. Dann habe ich es einfach verhauen. Das habe ich komplett falsch gemacht und weiß aber nicht genau warum."

Rosberg verbremste sich, musste erst in die Auslaufzone, dann zum Not-Reifenwechsel in die Box. "Ich habe zu spät gemerkt, dass die Reifen blockiert haben. Normal kann man die Bremse lösen. Danach waren die Reifen viereckig. Keine Chance damit weiterzufahren", erklärte der Pilot die entscheidende Szene. "Ich habe den Sieg heute in Kurve 2 verschenkt. Das nächste Mal muss ich es ein bisschen besser machen."

Rosberg will weiter angreifen

Zwischendurch dachte Rosberg schon, dass alles verloren sei. "Natürlich habe ich an die verlorenen Punkte gedacht. Ich dachte zunächst gar nicht mehr daran, dass ich noch in die Top Ten fahren kann. Aber unser Auto ist so gigantisch, dass ich mit einem Reifensatz schonend und schnell die gesamte Renndistanz fahren konnte."

Nach dem vierten Hamilton-Sieg in Folge ist der Rückstand in der WM-Wertung mittlerweile auf 17 Punkte angestiegen. Der Teamkollege hat momentan einen Lauf. Niki Lauda nahm wie üblich kein Blatt vor den Mund. "Es sieht so aus, als lässt sich Lewis das nicht mehr nehmen." Rosberg will aber noch nicht aufgeben. "Es gibt immer noch 100 Punkte zu vergeben. Das Momentum zählt nicht mehr. Das war am Anfang der Saison mal ein Thema. Jetzt zählt es jedes einzelne Wochenende. Die Intensität ist hoch. "

In Russland hat bei Rosberg nicht viel zusammengepasst. Hamilton kam mit den ungewöhnlichen Bedingungen im Olympiapark besser zurecht. "Die Situation mit der Strecke und den Reifen war einzigartig hier", erklärt Rosberg. "Man musste seine Fahrweise auf eine ganz spezielle Weise umstellen. Man hatte riesiges Untersteuern. Man musste deshalb auf der Hinterachse fahren – mit Übersteuern. Wie ein Rallye-Auto. Das war ein Seiltanz. Zu viel und das Heck bricht aus, zu wenig und man bekommt Untersteuern und man kommt nicht um die Kurve. Da ist mein Teamkollege besser zurechtgekommen. Das war mit das schwierigsten Wochenende für mich dieses Jahr."

"Das Warten hat sich gelohnt"

Zum Feiern war dem WM-Zweiten nach dem Rennen eigentlich nicht zu Mute. Doch das Mercedes-Team machte in Russland den Konstrukeurstitel klar. Rosberg ist seit der Übernahme von Brawn 2010 mit an Bord. "Ich habe immer daran geglaubt. Deshalb bin ich ja auch in dieses Team gekommen. Aber es hat deutlich länger gedauert, als ich dachte", gestand der Deutsche.

Rosberg nutzte die Gelegenheit, um den Vätern des Erfolges zu danken. "Viele haben dabei mitgeholfen. Auch Norbert (Haug), Ross (Brawn) und Michael (Schumacher). Jetzt sind andere Leute am Werk, die das ganze Projekt weitergeführt haben. Jetzt ist der Erfolg da. Das Warten hat sich gelohnt."

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