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Nico Rosberg

"Wir wollen Ferrari angreifen"

Nico Rosberg - GP Brasilien - 26. November 2011 Foto: xpb 58 Bilder

Für einen Moment hing der Himmel der Silberpfeile voller Geigen. Nico Rosberg fuhr in der zweiten K.O.-Runde der Qualifikation die zweitschnellste Rundenzeit hinter Sebastian Vettel. Der entscheidende Versuch im Q3 war um sechs Zehntel langsamer. Der Wind hatte eine kleine Sensation verweht. Rosberg glaubt aber, wenigstens Ferrari schlagen zu können.

26.11.2011 Michael Schmidt

Alle rieben sich verwundert die Augen. Ein Mercedes auf Platz zwei, und das immerhin in der zweiten K.O.-Runde des Abschlusstrainings. Sebastian Vettel im alles überragenden Red Bull war nur eine Zehntelsekunde schneller.

Windböe erwischt Rosberg in der ersten Kurve

Im Top Ten-Finale wurden die Verhältnisse wieder gerade gerückt. Rosberg fiel auf Platz sechs zurück, konnte aber immerhin den Ferrari von Felipe Massa hinter sich lassen. Die Zeit in Q3 war um 0,486 Sekunden langsamer als im zweiten Qualifikationsabschnitt. Das verlangte nach einer Erklärung.

Zunächst glaubte Rosberg, dass er seine Reifen bei sinkenden Asphalttemperaturen zu wenig aggressiv angefahren hatte. Nach eingehendem Datenstudium kam der Blondschopf zu einem anderen Schluss. "Ich habe in der ersten Kurve eine Riesen-Windböe erwischt. Das Auto hat da brutal untersteuert."

Rosberg plant Angriff auf Ferrari

Auch im Rest der Runde wirkte sich der Wind störend aus. Teamchef Ross Brawn fügte noch hinzu: "In Kurve 8 hat Nico noch einen Fehler gemacht." Außerdem dürfe man nicht außer Acht lassen, so Rosberg, dass die Fahrer in den Top-Autos im Q2 noch nicht alle Karten aufdecken. "Da fahre ich schon mit dem Messer zwischen den Zähnen." Vettel steigerte sich vom Q2 zum Q3 immerhin um 0,528 Sekunden. Also ungefähr die Zeitdifferenz, die Rosberg auf sich selbst verloren hat.

Rosberg geht trotzdem mit einem guten Gefühl in das letzte Rennen des Jahres. "Das könnte unsere beste Strecke werden. Wir wollen hier die Ferrari angreifen." Kein unrealistischer Plan, wenn man sich die Trainingszeiten vor Augen führt. Massa steht am Start bereits hinter ihm, und Alonso ist nicht unerreichbar weit weg. "Mit meiner Q2-Zeit hätte ich Fernando geschlagen. Und ich habe noch einen frischen Reifensatz. Das könnte bei trockenem Wetter oder Mischbedingungen entscheidend sein."

Schumacher spart einen Reifensatz

Michael Schumacher nimmt das Rennen vier Positionen hinter Rosberg auf. Er brach seinen letzten Versuch im Q3 ab, um sich einen frischen Satz Reifen für das Rennen aufzuheben. "Hätte ich einen echten Qualifikationsversuch gemacht, wäre ich bestenfalls auf Platz acht gekommen. Wenn es am Sonntag regnet, habe ich zwei Positionen hergeschenkt. Bleibt es trocken, könnte ich von meinen extra Reifensatz profitieren. Wir mussten abwägen, was uns wichtiger ist und haben uns so entschieden."

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