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Rosberg wird nicht nervös

"Ich zähle nicht die Punkte"

Nico Rosberg - GP Aserbaidschan 2016 Foto: Wilhelm 110 Bilder

Der Vorsprung von Nico Rosberg ist innerhalb von zwei Rennen von 43 auf 9 Punkte geschrumpft. Trotzdem versucht der WM-Spitzenreiter den Eindruck von Normalität zu vermitteln. Er denkt nur an das nächste Rennen und den Sieg.

17.06.2016 Michael Schmidt

Viele haben Nico Rosberg schon als den kommenden Weltmeister gesehen. Selbst Teamkollege Lewis Hamilton sah vor 4 Wochen seine Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung schrumpfen. „Mir gehen langsam die Joker aus.“

Nach dem GP Spanien betrug sein Rückstand auf Rosberg 43 Punkte. Zwei Wochen später ist der Weltmeister wieder voll im Geschäft. Sein Rückstand hat sich nach 2 Siegen auf 9 Punkte eingedampft. Rosberg kam in den letzten beiden Rennen nur als Siebter und Fünfter ins Ziel.

Grund genug nervös zu werden. So wie Rosberg zu Saisonbeginn einen Lauf mit 4 Siegen in Folge hatte, scheint jetzt das Pendel auf Hamiltons Seite umzuschwingen. Teamchef Toto Wolff warnt jedoch vor voreiligen Urteilen im Titelkampf. „Es bringt nichts, von einem Extrem ins andere zu fallen. Nach den ersten 4 Rennen wurde vom Phänomen Nico gesprochen. Jetzt soll das alles vorbei sein und alle feiern Lewis. Wir sollten mit den Füßen auf dem Boden bleiben.“

Nicht Pech, sondern besondere Umstände

Rosberg selbst spielt den Coolen. Hamiltons Aufholjagd verursacht nicht das große Nervenflattern bei ihm. „Ich zähle nicht die Punkte. Ich will nur das nächste Rennen gewinnen. Das ist der beste Ansatz. So hole ich für mich das meiste für mich raus. Der geschrumpfte Vorsprung hat mich auch nicht runtergezogen, weil ich ihn nicht registriert habe. Was mich nervt ist, dass ich in Kanada nur Fünfter geworden bin.“

Von Pech will Rosberg nicht sprechen. Eher von unglücklichen Umständen. Wie zum Beispiel Untersteuern. Er spricht dabei die Kollision der Mercedes-Fahrer in Montreal an und sagt das in einem Unterton, als wolle er Hamiltons Entschuldigung nicht glauben. „Nein“, widerspricht der WM-Spitzenreiter. „Es ist ein Fakt, dass Lewis Untersteuern hatte. Ich muss beim nächsten Mal einfach besser darauf reagieren.“

Kein Fehler, Hamilton außen anzugreifen

Prinzipiell sei es kein Fehler gewesen, sich nach Hamiltons schlechtem Start außen neben den Teamkollegen zu setzen. „Es hat in Barcelona ja auch geklappt. Lewis hat in den letzten Rennen in der ersten Kurve geschwächelt. Das musste ich für mich nutzen.“

Hätte er es nicht probiert, wäre er auch das ganze Rennen hinter Hamilton hergefahren. Aber in der Startrunde auch nicht auf Platz 10 abgerutscht, was im Endeffekt mit dazu beigetragen hat, dass Rosberg nur auf Rang 5 gelandet ist. „Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich gleich so weit zurückfalle, wenn es nicht klappt. Mit ein oder zwei Plätzen habe ich gerechnet, nicht mehr.“

Der Baku City Circuit ist für Fahrer und Ingenieure Neuland. Aus Rosbergs Sicht eine Chance, sich von anderen abzusetzen. „Es gibt null Referenzen. Mit dem Set-up fangen wir im Niemandsland an. Die Strecke werde ich in 10 bis 15 Runden draufhaben. Aber die Details dauern länger. Es ist eine Herausforderung. Da heben sich die besten Teams hervor.“

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