Den ersten Trainingstag hat Nico Rosberg gewonnen. Er fuhr Michael Schumacher um 0,494 Sekunden davon. Auch am Samstagvormittag war der Youngster etwas schneller als der Routinier. Doch Training ist Training. Abgerechnet wird in der Qualifikation. Trotzdem stellt sich jeder im Fahrerlager die provokante Frage: Was passiert, wenn Rosberg den großen Meister schlägt? Wird Schumacher die Niederlage akzeptieren oder noch mehr ins Lenkrad beißen?
In Malaysia ist Schumacher da
Niki Lauda glaubt nicht, dass es soweit kommen wird. Jedenfalls nicht über die gesamte Saison. "Ich glaube, dass Michael mit seiner brutalen Konsequenz alle Ressourcen im Team für sich nutzen wird. Spätestens in Malaysia ist er da. Bis dahin versteht er sein Auto und sein Team. Er wird alle Daten aufsaugen, die er kriegen kann." Dann stellt sich für Lauda eher die Frage: "Kann Nico dann noch dagegenhalten?"
Und sollte Rosberg tatsächlich permanent schneller sein? "Dann muss Michael das akzeptieren und das gleiche tun wie ich 1984 mit Alain Prost. Ich habe schnell kapiert, dass der Prost in der Qualifikation schneller ist als ich. Also habe ich mich auf meine Erfahrung im Rennen konzentriert."
Autos sind sicherer geworden
Die Zeiten haben sich allerdings geändert: "Michael hat es heute leichter als ich. Damals spielte die Risikobereitschaft noch eine Rolle. Im Training hatten wir mit den Turbos doppelt soviel PS wie im Rennen. Bei diesem Wahnsinnsspiel wollte ich nicht mitspielen. Meine Chance war nur das Rennen. Michael muss die Risikodiskussion mit sich selbst nicht mehr führen, weil die Autos viel sicherer geworden sind."


Kann Michael Schumacher in Bahrain schon gewinnen?



