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Niki Lauda lobt Rosberg

"Toll, wie er zurückgeschlagen hat"

Nico Rosberg - GP Mexiko 2015 Foto: xpb 57 Bilder

Nico Rosberg genoss den Moment des Sieges. Endlich hatte einmal alles gepasst. Lewis Hamilton war chancenlos und erkannte Rosbergs Leistung an. Niki Lauda freute sich, dass der Deutsche nach den Tiefschlägen der letzten Wochen wieder auferstanden ist.

02.11.2015 Michael Schmidt

Drei Mal brachte die Pole Position Nico Rosberg kein Glück. In Suzuka und Austin verlor er das Startduell gegen Lewis Hamilton. In Sochi brachte ihn ein Defekt am Gaspedal um den Sieg. Als Rosberg seinen rennentscheidenden Ausrutscher beim GP USA mit einer Windböe erklärte, warfen ihm seine Kritiker zu viele Ausreden vor. Der Deutsche ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Der GP Mexiko war sein bestes Saisonrennen.

Hamilton erkennt Rosbergs Leistung an

Niki Lauda zog demonstrativ sein Kapperl nach Rosbergs erstem Sieg seit Juni. "Für den Nico freut es mich besonders. Ich habe ihm gratuliert dafür, dass er sich aus so einem Tief wieder zurückgekämpft hat. Er war in Mexiko in allen Belangen besser als Lewis." Auch Teamchef Toto Wolff feierte den Sieger: "Wenn einer von unseren Fahrern abgeschrieben wird, schlägt er am nächsten Wochenende umso stärker zurück. Genau das ist Nico heute gelungen. In ihm loderte nach Austin das Feuer, und er war ab der ersten Runde voll da. Er hat eine perfekte Leistung abgerufen. Und Lewis hat ihm das Leben keinesfalls leicht gemacht. Er war den ganzen Tag da, wartete auf einen Fehler, der aber nie kam."

Das sah auch Hamilton ein. "Nico fuhr ein absolut fehlerloses Rennen." Eine kleine Spitze gegen den Teamkollegen konnte sich der Weltmeister dann doch nicht verkneifen. "Und es gab heute keine Windböe." Das war in Anspielung auf Rosbergs Erklärung für den Ausrutscher in Austin. Diesmal brauchte Hamilton eine Entschuldigung: "Ich kam nie richtig in Nicos Windschatten. Wenn ich auf vier bis fünf Wagenlängen dran war, verlor ich Abtrieb."

Rosberg fühlt sich wie ein Rockstar

Rosberg ließ nach dem Rennen keinen Zweifel offen, dass sein Teamkollege an diesem Tag chancenlos war. "Immer wenn Lewis aufschloss, habe ich Gas gegeben. Ich hatte ihn zu jeder Zeit unter Kontrolle." Und warum bat er dann seinen Renningenieur, ihn nicht mehr über den Vorsprung auf den Stallrivalen zu informieren? "Ich habe Lewis ja ständig im Rückspiegel gesehen und wusste, wo er war."

Der Mexiko-Sieger wollte in seinen vierten Saisonsieg nichts hineininterpretieren. Für ihn war es weder eine Motivationsspritze für 2016 noch eine Revanche für Austin. "Ich denke nicht in diesen Dimension. Mein Ziel ist es einfach nur Rennen zu gewinnen." Hat aber nicht vielleicht doch der Ärger über Hamiltons Startmanöver in Austin den Ehrgeiz beflügelt? "Ich schaue nicht zurück, sondern nur nach vorne", wich Rosberg aus.

Auch die Qualität des Handschlags zwischen den Mercedes-Piloten nach dem Rennen wollte der Blondschopf nicht bewerten: "Das überlasse ich euch. Ihr habt es ja gesehen." Oberflächlich betrachtet: Richtig herzlich war er nicht. Ob er es nun zugeben will oder nicht. Rosberg hat aus den Starts von Suzuka und Austin seine Lehren gezogen. Diesmal zog er seinen Mercedes sofort in die Spur von Hamilton und betonierte die Innenspur zu. Damit er nicht wieder auf der Außenbahn verhungern muss. Rosberg relativierte: "Ich sah, wie Lewis in meinen Windschatten zog. Da musste ich innen zumachen."

Am Schluss lobte der neue WM-Zweite noch einmal das mexikanische Publikum: "Es war das beste Podium aller Zeiten. Unglaublich diese Begeisterung, diese Energie der Leute auf den Tribünen. Die haben uns alle mitgerissen. Ich fühlte mich wie ein Rockstar."

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