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Niki Lauda treibt Mercedes an

"Das Renntempo macht mir Sorgen"

Niki Lauda & Lewis Hamilton - GP Abu Dhabi 2014 Foto: Wilhelm 42 Bilder

Zuerst gab es Seelenmassage für den Verlierer des WM-Duells. Dann einen Anpfiff an die Ingenieure. Mercedes-Außenminister Niki Lauda glaubt, dass Nico Rosberg 2015 zurückschlagen kann. Und er fürchtet, dass die Konkurrenz aufholen wird. "Die Williams und Red Bull waren mir im Rennen zu schnell."

26.11.2014 Michael Schmidt

Für Niki Lauda war es der vierte WM-Titel. Die ersten drei hat er am Steuer eines Rennautos gewonnen. 1975 und 1977 auf Ferrari, 1984 auf McLaren-Porsche. Der Aufsichtsrat-Chef des Formel 1-Teams, der sich selbst als "Außenminister" bezeichnet, ist einer der Architekten des Erfolges.

Lauda stellte Ross Brawn unangenehme Fragen, als es in der Aufbauarbeit des Teams holperte. Er machte Mercedes bei Bernie Ecclestone wieder zu einem privilegierten Team. Und er holte Lewis Hamilton an Bord.

Lauda ist heute Hamiltons Mentor. Der Mann mit dem Kapperl hat einen besonderen Draht zum neuen Weltmeister. Intern nennt er ihn "meinen Loisl". Doch nach dem WM-Finale gab es auch Lob für den Verlierer. "Nico ist sensationell gefahren. Dass er unter dem Druck zwei fehlerlose Qualifikationsrunden auf dem hohen Niveau hinlegt, war unglaublich. Auf eine Runde war er Lewis überlegen."

2015 ist Rosbergs Jahr

Lauda glaubt, dass Rosberg nächstes Jahr auch im Rennen den Spieß umdrehen kann. "Weil sich unsere Jungs bis auf die Tausendstelsekunde bekriegen und gegenseitig motivieren. Runde für Runde. Wenn der eine schneller ist, denkt der andere darüber nach, was er besser machen könnte. Für uns ist das ein Luxus. Weil beide dadurch die Entwicklung des Autos vorantreiben."

Im Augenblick der Niederlage sagte Lauda zu Rosberg: "Nächstes Jahr ist dein Jahr. Du kannst zurückschlagen." Der dreifache Ex-Champion begründet das so: "Man sieht an Nicos Speed, das da noch etwas kommen kann. Lewis ist auf eine natürliche Art und Weise schnell. Nico denkt viel darüber nach. Deshalb sehe ich da noch Potenzial."

Williams und Red Bull im Rennen zu schnell

Mercedes hat mit 16 Siegen und 18 Pole Positions in 19 Rennen alles in Grund und Boden gefahren. Nach der letzten Technikausbaustufe in Suzuka haben die Silberpfeile in fünf Rennen 4 Doppelsiege eingefahren. Der fünfte scheiterte an einer überhitzten ERS-Kühlpumpe in Rosbergs Auto.

Die genaue Ursache wird erst bei der Rückkehr in die Fabrik ermittelt werden können. Lauda sieht das Erfolgsgeheimnis des Alleingangs in der kontinuierlichen Entwicklung: "Der Motor war von Anfang an überlegen. Aber das Auto haben wir bis zum Schluss weiterentwickelt. Die anderen sind zum Schluss eingeschlafen."

Nach dem Rennen korrigierte sich Lauda. Der große Abstand vom Training schrumpfte im Rennen zusammen. Felipe Massa fehlten im Ziel nur 2,5 Sekunden auf Sieger Hamilton. Und Daniel Ricciardo lag trotz eines Starts aus der Boxengasse nur 37,2 Sekunden zurück.

Lauda stimmte das nachdenklich: "Unser Renntempo macht mir Sorgen. Mir waren die Williams und Red Bull im Rennen zu schnell. Das sollte ein Warnschuss an unsere Techniker sein. Sie dürfen die Dominanz jetzt nicht als Einladung betrachten, sich über den Winter zurückzulehnen."

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