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Adrian Sutil

Noch keine Anklage gegen Sutil

Adrian Sutil Foto: xpb 20 Bilder

Adrian Sutil steht vor einem der schwierigsten Wochenenden seiner Formel 1-Karriere. Neben dem sportlichen Stress geht der Nervenkrieg nach dem blutigen Shanghai-Zwischenfall weiter.

19.05.2011 Tobias Grüner

So viel Aufmerksamkeit wie am Donnerstag (19.5.) im Fahrerlager von Barcelona bekam Adrian Sutil nur selten in seiner Karriere. Gerne hätte der Pilot auf die ungewohnte Aufmerksamkeit verzichtet. Die anwesenden Journalisten im vollgepackten Force India-Motorhome kamen vor allem wegen einer Frage: Was ist am Sonntagabend nach dem Rennen in Shanghai vorgefallen?

Sutil muss mit Doppelbelastung fertig werden

Doch Adrian Sutil konnte oder besser wollte nur wenig zur Aufklärung beitragen. "Ich möchte mich nicht dazu äußern und mich voll und ganz auf das Rennwochenende in Barcelona konzentrieren", bat der Gräfelfinger um Verständnis. "Die Situation ist momentan nicht einfach. Ich muss damit irgendwie fertig werden."

Zuletzt hatte Sutil schriftlich zugegeben, dass er den Luxemburger Eric Lux, Mitbesitzer des Renault-Rennstalls, in einem Shanghaier Club unabsichtlich verletzt hatte. Augenzeugen berichten, dass er dem Geschäftsmann unglücklich mit einem Champagner-Glas am Hals getroffen und eine blutende Wunde zugefügt hat. Ein offizielles Statement der beiden Parteien zum Tathergang gibt es allerdings nicht.

Gerichtsverfahren in Deutschland?

In der vergangenen Woche überraschte Lux mit einem Schreiben an die Medien, in dem er gerichtliche Schritte ankündigte. "Bisher ist noch nichts Offizielles bei uns eingegangen", klärte Sutils Manager am Donnerstag auf. Seit der vergangenen Woche sei der Kontakt zur Gegenseite abgebrochen.

Die Frage lautet, wie und wo Sutil überhaupt angeklagt werden kann. Die Anwaltskanzlei, über die Lux rechtliche Schritte angekündigt hat, sitzt in der Schweiz. Zwar wohnt auch Sutil in der Alpenrepublik, er ist aber immer noch deutscher Staatsbürger. Eine Anklage hätte also höchstens in Deutschland Aussicht auf Erfolg.

Video des Shanghai-Vorfalls

Die Frage, die dann vor Gericht geklärt werden muss, lautet, ob Sutil seinen Kontrahenten wie behauptet unabsichtlich verletzt hat oder ob man ihm Vorsatz nachweisen kann. Angeblich gibt es aus dem VIP-Raum im "M1NT"-Club ein Video. Das Sutil-Lager würde sich nach eigenen Angaben über Bilder des Vorfalls freuen, da diese die unabsichtliche Verletzung beweisen würden. Da Sutil nicht vorbestraft ist, würde er dann wohl mit einer Geldstrafe davonkommen.

Zu einem langwierigen und möglicherweise rufschädigenden Gerichtsverfahren würde es Manager Zimmermann aber am liebsten gar nicht kommen lassen. "Wir suchen immer noch nach einer einvernehmlichen Lösung untereinander." Zumindest scheint Sutil die Rückendeckung von Force India zu besitzen. Wenn dem Deutschen keine Absicht bewiesen werden kann, sollte er auch weiter im Auto sitzen.

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