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Ferrari mit noch mehr Updates

Was verschweigt Alonso?

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1-Test - Mugello - 3. Mai 2012 Foto: Ferrari 28 Bilder

Fernando Alonso versuchte Ferraris gutes Testergebnis von Mugello kleinzureden. Der Spanier behauptet, dass der große Technik-Schritt erst in Barcelona kommt. Doch wenn in Mugello nur Details verbessert wurden, was kommt dann nächste Woche beim GP Spanien? Ein neues Auto?

04.05.2012 Michael Schmidt

Ferrari machte in Mugello eine gute Figur. Nicht nur weil Fernando Alonso mit 1.21,363 Minuten die drittschnellste Runde drehte, nur 0,328 Sekunden langsamer als der Tagesbeste Romain Grosjean. Der Ferrari-Pilot war den ganzen Tag schnell und konstant unterwegs. Man hatte den Eindruck, er könne wie Grosjean und der zweitplatzierte Sebastian Vettel die 1.21er Zeiten aus dem Handgelenk schütteln.

Ferrari erst in Barcelona komplett

Ferrari brachte in Etappen neue Leitbleche unter der Nase, neue Bremsbelüftungen, neue Seitenkästen mit bündig abschließenden Auspuffendrohren, ein schlankeres Heck, einen modifizierten Heckflügel und Änderungen an der Kupplung mit nach Mugello. Trotzdem redete der Spanier von kleinen Änderungen.

"Wir haben uns entschieden, mit dem großen Entwicklungsschub bis zum Grand Prix von Spanien zu warten, um den Ingenieuren mehr Zeit zu geben. Das Auto wird erst am Freitag in Barcelona komplett sein." Wenn Ferrari seinen F2012 in Mugello nur im Detail modifiziert hat, dann stellt sich nach Alonsos Aussage die Frage: Was erwartet uns in Barcelona? Ein neuer Ferrari?

Die italienischen Medien reagierten verschnupft auf Ferraris Entwicklungspolitik. Tenor: Einmal sagt man uns, das halbe Auto wird umgebaut, und dann sollen kaum neue Teile dran sein. Was sollen wir noch glauben?

Alonso testet Auspuff-Varianten

Fernando Alonso spielte die guten Rundenzeiten in Mugello herunter. "Wir haben hier drei Auspuffversionen getestet. Als Absicherung dafür, welchen Weg wir in Zukunft gehen sollen." Nach Alonsos Meinung spielt die Auspuffposition nur eine untergeordnete Rolle. Sie war nicht das Problem, das Ferrari in den ersten vier Rennen gebremst hat.

"Die ersten vier Rennen haben gezeigt, dass die Auspuffposition nicht entscheidend ist. Bis jetzt haben alle möglichen Auspufflösungen Rennen gewonnen. McLaren in Melbourne mit einem Auspuff, der nach außen zeigt. Mercedes in Shanghai mit einem Auspuff, der nach innen bläst. Wir in Malaysia mit etwas dazwischen. Red Bull ist mit beiden Lösungen ungefähr gleich schnell gefahren, und Lotus hat eine ganz konventionelle Lösung und das zur Zeit vielleicht beste Auto im Feld."

Alonso erwartet für Barcelona einen anderen Ferrari. Einen, mit dem er sich nicht mehr ins Top Ten-Finale in der Qualifikation zittern muss. Spanien ist erst der Anfang. "Unser größter Aero-Schritt kommt in Barcelona. Der zweite in Montreal, der dritte in Valencia. Wir hatten in den ersten vier Rennen im Schnitt acht bis neun Zehntel Rückstand auf die Spitze. Den größten Teil davon wollen wir mit unserem Upgrade für Barcelona aufholen."

Neue Lockerheit bei Ferrari

Der zweifache Ex-Weltmeister wollte in Mugello bewusst den Ball flach halten. Nur keine zu großen Hoffnungen wecken, die dann vielleicht enttäuscht werden. Die Körpersprache sagt etwas anderes. Wenn man in die Ferrari-Garage blickte, dann sah man in entspannte Gesichter. Es wurden sogar Bilder ins Netz gestellt, auf denen man sieht, wie Alonso mit seinen Mechanikern Faxen macht.

Nach seinem Ausritt ins Kiesbett unterhielt sich der Malaysia-Sieger ganz locker mit ein paar Kumpels im Ferrari-Motorhome. So sieht keiner aus, der bei den Testfahrten eine weitere Enttäuschung wegstecken musste. Einen positiven Aspekt sah der Spanier dann doch: "Alle Änderungen, die wir nach Mugello gebracht haben, haben ausnahmslos funktioniert. Vorher hatten wir bei zehn Änderungen vier Mal Ausschuss. Wir haben jetzt wieder das Vertrauen, dass die Daten aus dem Windkanal stimmen."

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