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Norbert Haug

"Formel 1 ist nicht die Caritas"

Haug & Mosley Foto: Wolfgang Wilhelm 27 Bilder

Im Streit um die Formel 1-Zukunft hat Mercedes-Sportchef Norbert Haug die grundsätzliche Bereitschaft erklärt, neuen Teams als Partner bereitzustehen. Allerdings müssen dafür einige Voraussetzungen erfüllt sein.

02.06.2009 Tobias Grüner

Während andere mit Ausstieg drohen, hat Mercedes zuletzt die Rolle des Vermittlers im Streit um die Formel 1-Zukunft eingenommen. Mit einem Kompromissvorschlag versuchte der Autobauer aus Stuttgart, die zerstrittenen Teams und die FIA wieder auf eine Linie zu bringen. Eine endgültige Lösung ist zwar noch nicht gefunden, aber immerhin haben mittlerweile alle Teams per Einschreibung ihren Willen bekannt, an der WM 2010 teilzunehmen.

Hohes Niveau in der Formel 1

Norbert Haug hofft, dass alle Teams dann auch wirklich wie geplant beim Saisonauftakt am Start stehen: "Die zehn aktuellen Teilnehmer sind schlagkräftig wie noch nie. Das ganze Feld liegt innerhalb von zweieinhalb Sekunden. Das zeigt die Wettbewerbsintensität." Auch Neueinsteigern steht Haug offen gegenüber. Allerdings äußert der Sportchef auch Bedenken: "Das Formel 1-Niveau lässt sich nicht gerade aus dem Ärmel schütteln. Es benötigt viel Know-How und die notwendigen finanziellen Ressourcen."

Neben den zehn bestehenden Teams wären noch Platz für drei Neueinsteiger. Momentan gibt es allerdings mehr Kandidaten als Plätze. "Ich hoffe, dass die FIA die Richtigen auswählt", erklärt Haug. Am 12. Juni will der Weltverband die Zusammenstellung bekannt geben.

Mercedes-Partnerschaft möglich

Damit die Einstiegshürde für neue Teams gesenkt wird, haben sich Teams und Weltverband auf Maßnahmen zur Starthilfe geeinigt. Die relativ günstigen Preise für Motoren und Getriebe stehen schon seit längerer Zeit fest und nun stehen auch käufliche Chassis und andere Komponenten in der Diskussion.

"Wenn es ein entsprechendes Reglement gibt, dann leisten wir gerne Aufbauhilfe für neue Teams", erklärte Haug. "Aber die Hilfe darf natürlich nicht auf unsere Kosten gehen." Sprich: Mercedes will auch weiterhin in der Königsklasse Geld verdienen. "Die Formel 1 ist nicht die Caritas", machte der Rennleiter klar. Schon in dieser Saison leistet Mercedes als Motoren-Partner von Force India und Brawn GP Unterstützung, die sich laut Haug auch finanziell für das Unternehmen auszahlt.

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