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Norbert Haug

Licht in der Mercedes-Fabrik ging selten aus

Norbert Haug Foto: dpa 22 Bilder

In Malaysia wollen die Silberpfeile zeigen, dass sie nach guten Testergebnissen nicht zu Unrecht als Sieganwärter galten. Mercedes-Sportchef Norbert Haug hofft, dass Schumacher und Rosberg endlich das wahre Potenzial zeigen können.

05.04.2011

Es war ja nicht nur der Doppelausfall von Michael Schumacher und Nico Rosberg, auch sonst lief es nicht wie erwartet. Welche Lehren hat Mercedes GP aus dem verpatzten Saisonauftakt gezogen?
Haug: Wir wollen uns steigern. Das muss aber durch Leistung auf der Strecke passieren und nicht durch ankündigende Worte.

Mercedes GP ist nach den abschließenden guten Testergebnissen von einigen Experten wohl zu früh als Sieganwärter gehandelt worden. Wo steht das Team wirklich?
Haug: Das müssen wir in den nächsten Rennen zeigen. In der Formel 1 ist's dabei kein Haar anders als im Fußball: Wichtig ist auf dem Platz.

Ihr Ziel lautet, wieder Schritt für Schritt an die Spitze zurückzukehren. Müssen sie nach dem Saisonauftakt nicht eher befürchten, in der Teamwertung sogar hinter die überraschend starken Renaults auf Platz fünf zurückzufallen?
Haug: Wir müssen zeigen, wo wir stehen - wie gesagt. Dies anzukündigen war nie der von uns eingeschlagene Weg. In der langen Zeit nicht, als wir in den letzten 14 Jahren mit unseren Partnern über 70 von knapp 250 Formel-1-Rennen gewannen und davon auch mal ein halbes Dutzend hintereinanderweg. Wir wollen mit unserem eigenen, jungen Team Schritt für Schritt wieder dahin, wo wir mit unseren Partnerteams schon waren.

Ist Red Bull mit Überflieger Sebastian Vettel weiterhin die Messlatte für Sie oder müssen Sie sich vorerst an anderen Konkurrenten orientieren?
Haug: Der Sieger der letzten Rennen ist stets die alleinige Messlatte für alle im Feld. Wir müssen aber zunächst alleine auf uns und unsere Leistung schauen. Eine Dominanz kann sich in Zukunft so ändern, wie sich Kräfteverhältnisse in der Vergangenheit geändert haben. Die einzige Konstante in der Formel-1-Geschichte war immer die Veränderung - auch wenn es gefühlt oft ewig lange dauert, bis diese einsetzt.

Hat es Sie überrascht, dass beim Auftakt in Australien Nico Rosberg erneut schneller als Michael Schumacher war und rechnen Sie damit, dass das Kräfteverhältnis zwischen den beiden so bleibt wie im Vorjahr?
Haug: Nico und Michael waren beim Testen ziemlich ausgeglichen. Nico muss sich vor keinem Fahrer im Feld verstecken und könnte nach meiner Einschätzung eine ernstzunehmende Messlatte für alle Konkurrenten sein. Er wäre nach meinem Gefühl bei einem solchen Vergleich ganz vorne dabei. Und Michael hat in Melbourne wieder einmal weniger als eine Zehntelsekunde gefehlt, um in die Top Ten zu kommen - Hopp oder Top liegen zwischen den Qualifying-Sitzungen 2 und 3 meist marginal beieinander.

Wie sehr stehen Sie beim zweiten Rennen in Malaysia an diesem Wochenende nun unter Druck?
Haug: Druck ist quasi das Grundnahrungsmittel der Formel-1-Aktiven. Der Erste hat ihn, um von der Pole-Position aus zu siegen; der Letzte, um sich für das Rennen zu qualifizieren. Und der in der Mitte, um Plätze nach vorne gutzumachen. Wer Druck nicht mag, mag die Formel 1 nicht.

Welches Ergebnis erwarten Sie bei der Hitzeschlacht in Sepang?
Haug: Keine Ansagen - wie immer. Aber es wird heiß hergehen beim Grand Prix Malaysia am Wochenende. Für alle, nicht nur für uns.

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