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Norbert Haug

Prognosen schwieriger als früher

Norbert Haug Foto: dpa 54 Bilder

Nach dem ersten Saisonsieg in Budapest hat Norbert Haug vor zu großen Erwartungen gewarnt. Schon kleine Fehler im Qualifying könnten dazu führen, dass man schnell ganz hinten steht. Generell sieht der Mercedes-Sportchef die Silberpfeile aber im Aufwind.

18.08.2009 Tobias Grüner

McLaren-Mercedes hat wieder Oberwasser. Der erste Saisonsieg in Budapest beendete eine zehn Rennen andauernde Flaute und bescherte Martin Whitmarsh den ersten Sieg als Teamchef. "Das ganze Team spürt den Auftrieb, den uns dieser Erfolg gegeben hat", erklärte der Brite vor dem Rennen in Valencia.

Wie passt der Reifen in Valencia?

Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug gibt zu, dass es sich nach dem erlösenden Hamilton-Erfolg am Hungaroring wieder besser anfühlt. Vor allem auch deshalb, weil der Sieg ehrlich verdient und nicht geschenkt gewesen sei. Allerdings kam der schnelle Erfolg auch für das Team etwas überraschend. "Es geht hin und her. Deshalb ist es auch nur sehr schwer zu beurteilen, wer in Valencia gut ist", warnte Haug vor übertriebenem Optimismus.

Vorhersagen seien momentan sehr schwer. "Vor allem die Frage, wie die Charakteristik der Strecke und der Autos die Reifen beeinflusst, ist jedes Mal schwer zu beantworten", so Haug. Als Beispiel nannte er den Spitzenreiter in der Teamwertung Brawn GP: "Die konnten seit England auch nicht gerade begeistern, weil sie die Reifen nicht ins Arbeitsfenster bekommen haben. Und die haben sicher kein schlechtes Auto."

Kleine Fehler mit großer Wirkung

Früher waren die Prognosen leichter zu treffen. "Da wusste man: Entweder steht rot oder silber auf Pole. Heute sind im ersten Qualifyingabschnitt alle Autos innerhalb von sechs, sieben Zehnteln. Da kann ich mir nicht den kleinsten Fehler erlauben. Da kann man auch mal ausscheiden." Und wenn man in der Startaufstellung weit hinten steht, sei der Zug auch mit einem schnellen Auto abgefahren.

Für das Rennen in Valencia erwartet der Schwabe vor allem heißes Wetter und schwieriges Überholen. "Im Vorjahr hat sich gezeigt, dass das Qualifying besonders wichtig ist. Das Rennen war dann eher langweilig." Dass es dieses Jahr etwas spannender sein könnte, liegt vor allem am Hybrid-Antrieb. "KERS hilft immer", erklärte Haug. Nicht erst das Rennen in Budapest hat noch einmal verdeutlicht, dass die 82 PS am Start auf dem Weg in die erste Kurve, im direkten Duell auf der Strecke und auch bei freier Fahrt auf einer Runde zum entscheidenden Faktor werden könnten.

Haug begrüßt Strafmilderung für Renault

Dass mit Renault doch ein Konkurrent mehr beim GP Europa an den Start gehen kann, begrüßt der Mercedes-Sportchef. Die zunächst ausgesprochene Strafe von einem Rennen Sperre für den lockeren Reifen am Auto von Fernando Alonso bezeichnete Haug als Überreaktion der Stewards, die durch die dramatischen Vorfälle in den Tagen zuvor zustande kam.

"Aber auch ein Schiedsgericht besteht nur aus Menschen. Da kann man das nachsehen. Dazu gibt es dann ja die Berufungsmöglichkeit, wo das Urteil balanciert zurückgenommen wurde." Dabei konnte sich der Silberpfeil-Mann einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: "So etwas hätte ich auch mal gerne erfahren. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass bei uns mal eine Strafe zurückgenommen wurde."

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