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Norbert Haug

"Wir planen, mit KERS zu starten"

McLaren-Mercedes Foto: Daniel Reinhard 18 Bilder

Nach den Problemen bei den Testfahrten verspricht Mercedes-Sportchef Norbert Haug, dass sich die Silberpfeile von Renen zu Rennen steigern werden. Zu Beginn wird man aber wohl im hinteren Drittel starten.

23.03.2009

Mit was für einem Gefühl und mit welchen Erwartungen gehen Sie in die neue Saison, nachdem es bei den Testfahrten nicht wie gewohnt lief?
Haug: Wir müssen davon ausgehen, im hinteren Drittel des Feldes zu starten, aber wir werden uns garantiert von Rennen zu Rennen sukzessive steigern und auch wieder nach vorne kommen.

Ist durch die unerwarteten Probleme mit dem Auto das Projekt Titelverteidigung gefährdet oder verschiebt sich nur der Zeitpunkt, bis McLaren-Mercedes ein ernsthafter Gegner wird?
Haug: Ich bin sicher, wir können aufholen, aber wir haben uns auf ein sehr schwieriges erstes Saisondrittel einzustellen.

Wer ist bei den Fahrern Favorit bzw. wen haben Sie da im Titelrennen auf der Rechnung?
Haug: Nach dem Test sieht Brawn GP stark aus, das jedenfalls sagen alle, mit denen ich spreche. Natürlich freuen wir uns, dass dieses Team als unser Kunde "powered by Mercedes-Benz" unterwegs ist und mit unserem aktuellen Formel-1-Motor bisher sehr zufrieden ist.

Wie sieht es bei der Konstrukteurs-WM aus?
Haug: Ich denke es gibt einen "Vielkampf", also viele Teams, die stark sind und um vordere Plätze fahren. Anfangs werden wir diesmal noch nicht unter diesen sein.

Welcher Fahrer und welches Team könnten die Top-Überraschung werden?
Haug: Alle tippen derzeit auf Brawn GP. Ein Auto, das in sehr langer Zeit mit viel Aufwand und größten Ressourcen entstanden ist und 2009 unseren aktuellen Motor verwendet. Aber ein Tipp bedeutet in der Formel 1 bekanntlich noch lange keinen Sieg.

Treten Sie in Melbourne definitiv mit KERS an?
Haug: Wir planen definitiv mit KERS zu starten, mit beiden Autos.

In der Serienproduktion sind gemeinsame Projekte mit ihrem schärfsten Marktkonkurrenten BMW geplant. Halten Sie angesichts der sich zuspitzenden Weltwirtschaftskrise und des Zwangs zur drastischen Einsparungen eine Kooperation auch in der Formel 1 für denkbar?
Haug: Nein, das wäre eine Kontradiktion des Wettbewerbs auf höchstem sportlichen und technischen Niveau. Die Kooperation in der Serie beim Einkauf macht großen Sinn, in der Formel 1 wäre das nicht der Fall.

Haben sich die beschlossenen Kostensenkungen und radikalen Regeländerungen Ihrer Meinung nach bereits ausgezahlt bzw. bewährt?
Haug: Wir sind hier sehr gut unterwegs und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Hersteller weniger Geld für den Formel-1-Erfolg ausgibt als wir. Und wir sind auf diese Art im letzten Jahr mit größter Effizienz Weltmeister geworden und haben die besten Publizitäts- und Imagewerte weltweit erzielt. Eine Werbekampagne mit vergleichbarer Durchschlagskraft hätte ein Vielfaches unserer Formel-1-Aufwendungen gekostet.

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