Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Führung der Traditionskurses von der privaten Lindner Gruppe übernommen wird. Die Gesamtverantwortung habe nun Jörg Lindner, der an der Rennstrecke bereits ein großes Hotel betreibt.
"Die Geschäfte am Nürburgring werden grundlegend neu geordnet", kündigte Beck an. Die größtenteils landeseigene Nürburgring GmbH ziehe sich aus dem operativen Geschäft zurück.
Freizeit- und Businesszentrum umstritten
Kafitz führte 15 Jahre lang die Geschäfte des Nürburgrings. Seit längerem ist der Kurs allerdings finanziell angeschlagen. Am Grand-Prix-Wochenende im vergangenen Juli war an der Strecke ein Freizeit-und Businesszentrum eröffnet worden. Der Komplex ist wegen seiner Kosten von mehr als 300 Millionen Euro umstritten. Kafitz wird unter anderem vorgeworfen, dass ein Teil der Attraktionen am Nürburgring nicht pünktlich im Sommer fertig wurde. Die neue Betriebsgesellschaft soll die Attraktionen des Freizeitzentrums nun bündeln und effizienter betreiben.
Der Nürburgring und der Hockenheimring haben sich wegen der hohen Kosten in den vergangenen Jahren mit der Ausrichtung des Formel-1-Rennens in Deutschland abgewechselt. Der Vertrag des Nürburgrings mit Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone läuft noch bis 2011. Im kommenden Jahr ist der Große Preis von Deutschland wieder auf dem Hockenheimring geplant.





