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Nullrunde für Red Bull

Ricciardo verliert 40 Punkte Abtrieb

Start - Formel 1 - GP Russland - 1. Mai 2016 Foto: Start - Formel 1 - GP Russland - 1. Mai 2016 23 Bilder

Dem Highlight in China folgte der Dämpfer in Russland. Red Bull und Toro Rosso schrieben eine Nullrunde. Daniil Kvyat riss mit seinem Startcrash auch Daniel Ricciardo und Carlos Sainz mit ins Verderben. Ricciardo fuhr nach Vettels Treffer mit 40 Punkten weniger Abtrieb.

04.05.2016 Michael Schmidt

Für Red Bull war der GP Russland schon nach einem Kilometer gelaufen. Daniil Kvyat räumte in der zweiten und dritten Kurve gründlich auf. Beim Anbremsen am Ende der Geraden schob er Sebastian Vettels Ferrari in das Auto seines Teamkollegen. Herumfliegende Trümmerteile blieben auch noch in einem Seitenkasten des Toro Rosso von Carlos Sainz stecken.

Die Treffer an den Autos waren so schwerwiegend, dass Ricciardo und Sainz massiv Tempo verloren und ihre Teams die Taktik umstellen mussten. "Daniel hat 40 Punkte Abtrieb verloren", verrät Teamberater Helmut Marko. Das sind 13 Prozent des Gesamtabtriebs. Ricciardo präzisiert: "Der Anpressdruck ging hauptsächlich hinten verloren. Beim Einlenken ist jedesmal das Heck weggerutscht."

Platz 4 und 5 laut Red Bull möglich gewesen

Der Red Bull des Australiers trug bei den Berührungen mit Sebastian Vettel und Sergio Perez starke Beschädigungen am Unterboden, dem rechten Seitenkasten und dem Frontflügel davon. "Außerdem sind Karbonteile in die Airbox geraten. Dadurch sind die Motortemperaturen angestiegen, und ich konnte nicht mehr ans Limit gehen", berichtet Ricciardo.

Red Bull wollte aus der Not eine Tugend machen und zog bei beiden Autos die Medium-Reifen auf, obwohl weder Ricciardo noch Kvyat davor einen Meter damit gefahren waren. "Wir dachten, wir können damit durchfahren, was vom Reifen her auch möglich gewesen wäre. Es hat sich aber ein Teil in Ricciardos Auto verkeilt. Deshalb mussten wir ihn noch einmal hereinholen, um es zu entfernen", verteidigte Marko die Taktik.

Der letzte Stint auf den Soft-Reifen brachte Ricciardo zu der Erkenntnis, dass es möglicherweise besser gewesen wäre, soft statt medium zu wählen und die letzten Runden mit einem gebrauchten Supersoft zu fahren. "Hätten wir gewusst, dass die Beschädigungen am Auto so massiv sind, hätte uns der Soft geholfen. Der massive Abtriebsverlust hat dazu geführt, dass die Medium-Reifen nicht in ihr Arbeitsfenster kamen." Marko ist überzeugt: "Mit einem normalen Einstopprennen wären wir auf den Plätzen 4 und 5 gelandet."

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