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Vettel, Rosberg & Co. - die Deutschen in Valencia

Nur Rosberg punktet für Team Deutschland

Nico Rosberg Foto: Williams 60 Bilder

Aus deutscher Sicht verlief der Grand Prix von Europa enttäuschend. Mit großen Ambitionen gestartet, erreichte am Ende nur Nico Rosberg die Punkteplätze. Für Sebastian Vettel endete das Wochenende mit einem Desaster.

23.08.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel musste sich beherrschen. Wieder ein Nuller, wieder ein technischer Defekt. Nach dem Motorplatzer im Samstagstraining kam am Sonntag noch einer hinzu. Der vierte in dieser Saison. "Das Ding im Rennen war brandneu", berichtete Vettel. Zuvor schon war er aussichtslos zurückgefallen, weil er zum ersten Tankstopp zwei Mal an die Box musste. Die Zapfstelle weigerte sich Sprit abzugeben, weil der Gasdruck im Tank des Rennautos zu hoch war. Vettel trauerte einer verpassten Chance nach, im WM-Kampf Boden gutzumachen.

"Ich lag direkt hinter Räikkönen. Vierter hätte ich also werden können. Da hätte ich fünf Punkte auf Webber und drei auf Button gutgemacht. So etwas wie heute darf eigentlich nicht passieren." Über das Motorenkontingent macht er sich keine Illusionen mehr. "Ich habe nur noch zwei neue Motoren. Das wird bis zum Ende der Saison nicht reichen." Die Kritik von Jenson Button an seinem Start kann Vettel nicht verstehen. "Ich lasse ihn doch nicht freiwillig vorbei. Wenn er innen durch will und es ist kein Platz, muss er halt bremsen."

Timo Glock:

Timo Glock ist ratlos. Er fährt die schnellste und die drittschnellste Runde des Rennens und kommt trotzdem nur als 14. ins Ziel. Aber was will man von Startplatz 13 auch erwarten, wenn man schon nach einer Runde an der Box steht, um die Nase des Autos wechseln zu lassen. "Vor Kurve drei staute sich alles vor mir. Da haben ein paar in Panik gebremst. Ich wollte ausweichen und bin dabei Buemi über den Flügel gefahren."

Doch Aufgeben gilt bei Glock nicht. Der Toyota-Pilot fuhr, als wäre der Teufel hinter ihm her. "Ich wollte wissen, was das Auto hergibt. Ich fühlte mich von Anfang an wohl. Es war im Vergleich zum Training wie verwandelt. Die Rundenzeiten waren kein Zufall." Das betrübliche dabei: "Wir wissen immer noch nicht, warum wir im Rennen um soviel besser sind als im Training."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld wollte sich nicht mit Platz elf abfinden. "Das Ergebnis ist wirklich enttäuschend, weil es einfach nicht das widerspiegelt, was ich heute hätte erreichen können." Auch das Team hatte vor dem Rennen eigentlich gedacht, dass eher Heidfeld den anvisierten WM-Punkt holt als Kollege Robert Kubica. Vor allem, nachdem er den Polen schon am Start überholen konnte.

"Es ging gut los für mich. Aber dann ließ ich Robert vorbei, weil er weniger Sprit an Bord hatte. Dann musste ich meine Position gegen Adrian Sutil verteidigen, wodurch ich leider den Kontakt zur Spitzengruppe verlor." Am Ende verhinderte Pech mit dem Verkehr ein besseres Ergebnis. "Nach seinem Stopp kam Heikki Kovalainen genau vor mir auf die Strecke und ich konnte keinen Vorteil daraus ziehen, dass mein Auto zu diesem Zeitpunkt leichter war.

Nico Rosberg:

Schon vor dem Rennen hatte Nico Rosberg Platz fünf angepeilt. Allerdings wollte der Williams-Pilot auch Kimi Räikkönen gerne schlagen. "Ich bin zufrieden. Nach vorne wäre wohl nicht mehr viel gegangen", bilanzierte der Pilot nach dem Rennen. Ein bisschen besser wäre es aber vielleicht doch noch gegangen: "Im Mittelstint hätten wir besser die weichen Reifen genommen. Die waren wohl doch etwas schneller. Wir haben aber lieber die sicherere Variante gewählt."

Mit einer anderen Strategie hätte er Heikki Kovalainen auf jeden Fall noch abfangen können, ist sich der Wahlmonegasse sicher. Über die Chancen in der WM-Wertung macht sich Rosberg aber keine Illusionen. "Hamilton kann ich in den letzten Rennen sicher nicht mehr halten. Der ist zu stark." Sechs Rennen vor Saisonende trennen den 24-Jährigen nur noch zweieinhalb Punkte vom Champion. "Aber das wichtigste Ziel ist jetzt sowieso, einen neuen Vertrag zu bekommen."

Adrian Sutil:

Mit dem zehnten Platz im Rennen schloss Adrian Sutil ein erfolgreiches Rennwochenende in Valencia ab. "Unser Aero-Update hat wirklich super funktioniert. Obwohl ein Stadtkurs sicherlich nicht der beste Platz ist, um neue Teile zu testen." Ein kleiner Wehrmutstropfen waren allerdings die nicht erreichten Punkte: "Da ärgere ich mich nicht groß. Der zehnte Platz war das Maximum. Ich habe hier das ganze Wochenende keinen Fehler gemacht und in Spa wage ich den nächsten Anlauf. Da sollte es noch besser laufen."

Als Zwölfter gestartet gewann Sutil einen Platz durch den Ausfall Vettels. "An der Box bin ich dann auch noch an Heidfeld vorbeigekommen", freute sich der Force India-Pilot über die richtige Strategie. "Auf solch einer Strecke, wo es schwierig ist, nach vorne zu kommen, bin ich damit schon zufrieden." Nach vorne wäre laut Sutil nicht mehr viel möglich gewesen. Probleme machte dem Deutschen allerdings das heiße Wetter: "In der letzten halben Stunde war es schon hart. Ungefähr so wie in Malaysia."

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