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Austin-Asphalt

Beschwerden über Öl in Texas

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - GP USA - Austin - 17. November 2012 Foto: dpa 89 Bilder

Auch am zweiten Trainingstag in Austin kannten die Fahrer nur ein Thema. Der rutschige Asphalt und das Problem, Temperatur in die Reifen zu bekommen. Inzwischen weiß man: Schuld sind weder der Schmutz auf dem Belag noch die tiefen Temperaturen. Der brandneue Asphalt schwitzt Öl aus.

18.11.2012 Michael Schmidt

Die Zuschauer freuen sich, die Fahrer fluchen. Austin bietet den Fans die schönsten Rallyeeinlagen. Selten haben wir so viele Quersteher und Powerslides gesehen. Schuld ist nach einhelliger Meinung der erst kürzlich verlegte Streckenbelag. Er bietet einfach keinen Grip. Auch nach dem zweiten Trainingstag nicht. Das lässt sich nicht mehr mit den tiefen Temperaturen und dem Schmutz auf der Strecke erklären. Da steckt mehr dahinter.

Austin-Asphalt ähnelt Portimao

Streckenarchitekt Hermann Tilke erzählte FIA-Rennleiter Charlie Whiting, dass es sich um den gleichen Asphalttyp handelt wie in Indien und Korea. Das wird von den Fahrern angezweifelt. "Der Asphalt hier ist anders", sagt Pedro de la Rosa. 

Auch die Top-Stars Sebastian Vettel und Fernando Alonso geben dem Spanier Recht. Nach längerem Nachforschen stellte sich heraus, dass der Streckenbelag dem von Portimao ähnelt. Auf der portugiesischen Strecke hatte man zu Beginn ähnliche Probleme mit dem Grip.

Öl auf dem Asphalt schimmert in der Sonne

De la Rosa ist sich sicher: "Es ist nicht der Staub auf der Strecke, sondern das Öl, dass der Asphalt ausschwitzt. Wenn du am Morgen auf den Belag schaust, glaubst du, dass die Oberfläche schimmert." Die Formel 1-Autos haben die 5,516 Kilometer lange Strecke eingeweiht. Im Gegensatz zu früheren Gepflogenheiten gab es kein Proberennen davor.

Weil der Reifenabrieb relativ gering ist, kommt auch kein Gummi auf die Bahn, der für bessere Haftwerte sorgen würde. Wenn der Reifen wenig Grip aufbaut, gewinnt automatisch das Auto mit dem meisten Abtrieb. Der Red Bull RB8 eben. Williams-Teammanager Dickie Stanford meint: "Bis das ganze Öl aus dem Asphalt raus ist, kann dauern. Wir können froh sein, wenn wir 2013 genug Grip haben."

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