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Olympic Park Circuit Sochi

F1-Baustelle mitten in der Olympia-Baustelle

Sochi - GP Russland Foto: Formula Sochi 33 Bilder

2014 ist die Formel 1 erstmals in Sochi unterwegs. Wir sagen Ihnen, warum die Bauarbeiten an der neuen Rennstrecke ab Dezember fast 5 Monate stoppen und welche besonderen Schwierigkeiten in Russland auf die Piloten und die Reifen warten. Und natürlich haben wir auch aktuelle Bilder von der Baustelle.

14.08.2013 Tobias Grüner

Wer auf Baustellen steht, der sollte mal einen kleinen Ausflug nach Sochi wagen. Dort, wo nächstes Jahr am 19. Oktober erstmals Formel 1-Renner um WM-Punkte kämpfen, liefern sich aktuell nur Bagger, Kipplaster und Dampfwalzen Wettrennen. Die ganze Stadt am Schwarzen Meer ist eine riesige Kiesgrube, aus der überall bereits moderne Gebäude herausragen.

Obwohl das Formel 1-Rennen noch mehr als ein Jahr entfernt ist, befinden sich die meisten Arbeiter schon in Endspurt-Hektik. Das liegt weniger an der Grand Prix-Premiere sondern an den olympischen Winterspielen, die quasi als Vorprogramm zur F1-Action schon am 7. Februar starten und gut zwei Wochen lang alles lahm legen.

Formel 1-Baustelle macht 5 Monate Olympia-Pause

Auch auf die Baustelle zum neuen "Sochi Olympic Park Circuit" hat der Olympia-Trubel Auswirkungen. "Das besondere ist, dass wir eine Baustelle in der Baustelle sind. Wir liegen mit unserer Formel 1-Baustelle mitendrin in der riesigen Olympia-Baustelle", erklärt Strecken-Architekt Hermann Tilke. "Das heißt, dass wir schon im Dezember aufhören müssen zu bauen. Im Olympia-Gelände muss alles hergerichtet werden. Deshalb können wir erst Ende April wieder anfangen."

Fast 5 Monate Stillstand auf der Baustelle. Ist der ambitionierte Zeitplan da überhaupt noch einzuhalten? " Wir liegen im Plan", betont der Konstrukteur aus Aachen. "Es wird knapp wie immer. Letzte Minute, aber es wird fertig." 150 Millionen Euro wurden für den 5,87 Kilometer langen Kurs veranschlagt. Ein verschwindend geringer Betrag, hält man sich die Gesamtinvestitionen in der Olympia-Region in Höhe von 2,4 Milliarden Euro vor Augen.

Olympic Park Circuit führt um die Stadien herum

So wird weniger die Strecke selbst als ihre Umgebung für Eindruck sorgen. "Es geht um die Stadien herum", erklärt Tilke. 16 Kurven müssen die Piloten im Uhrzeigersinn absolvieren. 11 Mal geht es rechts herum, nur 5 Mal wird links eingelenkt. Eine dieser 5 Linkskurven soll zum neuen Markenzeichen des Sochi Olympic Park Circuits werden.

"Die Kurve ist extrem langgezogen. Man fährt mit 140 km/h rein und kommt mit 300 km/h wieder raus", so die Simulationen des Architekten. "Die rechte Seite des Nacken sollten die Fahrer also schon mal trainieren. Auch die Reifen werden auf der rechten Seite extrem beansprucht."

Asphalt kommt erst nach Olympia auf die Piste

Laut Tilke gehört die neue Strecke an der russischen Riviera zu den schnelleren im Kalender. 320 km/h Top-Speed sollten drin sein. 1,7 Kilometer der großen Formel 1-Runde führen über öffentliche Strecken. Sie wird nur beim Grand Prix befahren. Für nationale Motorsport-Veranstaltung wird eine kürzere Streckenvariante gewählt.

Auf den aktuellsten Bildern der Baustelle ist zu erkennen, dass die Arbeiten an den Boxengebäuden und den Tribünen schon relativ weit fortgeschritten sind. Viele Fassaden sind schon fertig verkleidet. FIA-Rennleiter Charlie Whiting hat sich bereits Mitte Juli vor Ort über die Fortschritte informiert und zeigte sich zufrieden. Der Asphalt für die Rennstrecke selbst, wird übrigens erst nach den Olympischen Spielen verlegt.

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