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Otmar Szafnauer als neuer Rennleiter

Force India will Fahrer behalten

Otmar Szafnauer & Vijay Mallya Foto: Force India 21 Bilder

Force India war eine der großen Überraschungen in dieser Saison. Seit Anfang der Woche hat der Rennstall aus Silverstone einen neuen Rennleiter. Otmar Szafnauer ersetzt Simon Roberts. Bei der Fahrerfrage setzt Force India auf Stabilität.

17.10.2009 Michael Schmidt

Otmar Szafnauer ist seit vier Tagen Rennleiter von Force India. Er übernimmt den Job von Simon Roberts, der in der zweiten Novemberwoche zurück zu seinem eigentlichen Arbeitgeber McLaren wechselt. Genau genommen war Roberts nur ausgeliehen.

Szafnauer ist in der Szene bekannt. Bis 2008 war der Amerikaner Sportchef von Honda. Jetzt sieht er sich mit einer anderen Herausforderung konfrontiert. Bei Honda war Szafnauer Herr über 1.000 Mitarbeiter. Geld spielte keine Rolle. Force India hat 280 Angestellte, und das Budget liegt bei rund 100 Millionen Dollar. "Weniger Geld in der Tasche hilft, Prioritäten zu setzen. Du gibst das Geld dort aus, wo du es am nötigsten brauchst."

Force India muss um Personal kämpfen

Szafnauer will Force India keinen neuen Stempel aufdrücken. "Das Team ist gut. Es hat es ins Mittelfeld geschafft. Es wäre jetzt dumm, etwas zu ändern um des Änderns willen. Bevor ich Entscheidungen treffe, will ich erst einmal das Team kennenlernen." Bei der Fahrerfrage setzt Szafnauer auf Kontinuität. Adrian Sutil ist gesetzt, und auch Vitantonio Liuzzi kann mit einer Anstellung rechnen, wenn er in den letzten zwei Rennen nicht völlig versagt. "Unser Ziel ist es, mit den gleichen Piloten weiterzuarbeiten. In dieser Frage kann ich aber nicht allein entscheiden. Jede größere Investition muss ich mit Teambesitzer Vijay Mallya absprechen."

Möglicherweise kommen auf den neuen Force India-Rennleiter bald schon schwierige Zeiten zu. Die neuen Teams suchen Personal. "Logisch, dass sie sich dabei bei den etablierten bedienen." Lotus-Technikchef Mike Gascoyne hat seine alten Verbindungen zu dem Rennstall aus Silverstone spielen lassen und will offenbar Ingenieure abwerben, mit denen er früher zusammengearbeitet hat. "Als erstes gehen die Leute auf die Schlüsselfiguren los. Die einzige Gegenwehr ist es, deinen Top-Leuten ein angenehmes Umfeld zu bieten."

2010 weiterer Sprung nach vorne

Die Kooperation mit McLaren und Mercedes ist langfristig ausgelegt. Für Szafnauer ist das ein entscheidender Baustein für den Aufwärtstrend bei Force India. "McLaren und Mercedes liefern Motor, Getriebe und Hydraulik. Das sind potenzielle Defektquellen. Wir bekommen erstklassige Qualität und müssen uns um diese Komponenten nicht kümmern. Deshalb können wir uns auf Entwicklungen am Auto konzentrieren, die Rundenzeit bringen."

2011 rechnet Szafnauer mit einem weiteren Sprung nach vorne. "Wir haben mit 280 Mitarbeitern jetzt schon die Mannschaftsstärke, auf die unsere Konkurrenten erst kommen müssen. Der Sparkurs spielt uns da einen Joker in die Hand, weil wir bereits wissen, wie man mit beschränkten Ressourcen umgehen muss."

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